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Kommentar: Akuter Modernisierungsbedarf auf der RB31 zwischen Xanten und Duisburg

Kommentar zu Zugverspätungen : Akuter Modernisierungsbedarf

Soll der Umstieg vom Auto auf die Schiene gelingen, muss auch im ländlichen Raum Geld investiert werden.

Soll die Verkehrswende gelingen und der Berufsverkehr sich sukzessive auf die Schiene verlagern, wie von der Bundesregierung geplant, darf der ländliche Raum nicht vernachlässigt werden. Die Strecke zwischen Xanten und Duisburg ist ein Paradebeispiel dafür, dass es in den vergangenen Jahrzehnten abseits großer Städte und Fernverkehrs verpasst wurde, die Infrastruktur zu modernisieren. Das Ergebnis: Ein vielerorts marodes wie veraltetes Streckennetz, das Verspätungen und Ausfälle en masse produziert. Diese führen zu einer für Pendler untragbaren Situation. Jeder Xantener, der in der Region Duisburg berufstätig ist, dürfte sich zweimal überlegen, ob er auf den RB 31 setzt. Denn wer kommt schon gerne zu spät zur Arbeit?

Gerade hat die Deutsche Bahn verkündet, 2020 eine Rekordsumme von 12,2 Milliarden Euro in die Infrastruktur zu investieren. Zudem fördert der Bund die Bahn nun mit 8,6 statt bisher 5,6 Milliarden Euro. Bleibt nur zu hoffen, dass davon auch etwas auf dem Land ankommt.

Julian Budjan

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