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Xanten: Kleine Gemeinschaft mit großem Zusammenhalt

Xanten : Kleine Gemeinschaft mit großem Zusammenhalt

Die Anwohner der Bruckstraße 2 zwei bis 15 sind ein geselliges Volk. Seit jeher ist es dort üblich, abends an der Haustüre ein Pläuschchen mit dem Nachbarn zu halten. Mal mit, mal ohne Getränk.

1983 entschied man, Nägel mit Köpfen zu machen und in Alpens ältester Straße eine Pumpennachbarschaft zu gründen. Die dazugehörige Pumpe wurde kurzerhand von einem Nachbarn gespendet, der passende Ort dafür war schnell gefunden. Mit aktuell neun Familien dürfte es sich wohl um die kleinste Gemeinschaft dieser Art im Ort handeln.

Das schweißt zusammen und bürgt für Kontinuität. So hat Pumpenmeister Manfred Korth sein Amt bereits seit 30 Jahren inne. Und Mitgründerin Trude Grewe hat sogar seit der Gründung vor 35 Jahren den Posten der Zahlmeisterin inne. Um ihre Einigkeit zu demonstrieren, hatten die Nachbarn vor 15 Jahren extra T-Shirts mit dem Aufdruck ihrer Pumpe anfertigen lassen. Nun stellte sich zum 35. Geburtstag allerdings heraus, dass einige dieser Kleidungsstücke im Laufe der Jahre ganz offensichtlich eingelaufen sind.

Die Bruckstraßen-Nachbarn feiern nicht nur, sie engagieren sich auch. Zum einen gesellschaftlich, etwa mit zweimal jährlich stattfinden Hoftrödelmärkten, zum anderen politisch. "Uns ist es wichtig, dass man die Interessen der Anwohner mehr berücksichtigt", sagte Josef Jürgens.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen folgte am Straßenrand eine alte Tradition. "Wir beginnen immer mit einem Bingo-Spiel, und am Abend tanzen wir auf der Straße", berichtete Manfred Korth.

(RP)