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Kita-Streik 2019: Diese Awo-Kitas in Xanten, Reinberg und Sonsbeck sind betroffen

Warnstreik am Dienstag : Awo-Kitas in der Region bleiben teilweise geschlossen

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat die Bediensteten der Arbeiterwohlfahrt (Awo) am kommenden Dienstag zum Warnstreik aufgerufen. Viele Mitarbeiterinnen der Awo-Kitas in der Region werden teilnehmen – wir haben in den Einrichtungen nachgefragt.

Eltern von Kindern, die eine Kindertageseinrichtung der Arbeiterwohlfahrt (Awo) besuchen, müssen sich am kommenden Dienstag, 29. Januar, auf Einschränkungen einstellen. Denn zahlreiche Kita-Bedienstete werden an einem Warnstreik in Düsseldorf teilnehmen, zu dem die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi aufgerufen hat.

Die Gewerkschaft Verdi rechnet mit einer hohen Streikbeteiligung. Insgesamt fünf Kindertagesstätten betreibt die Awo in Xanten, Rheinberg und Sonsbeck - zwei davon bleiben komplett geschlossen. In einer weiteren Einrichtung wurde zudem eine Notgruppe eingerichtet:

Xanten:
Awo-Kita Heinrich-Lensing-Straße: Der Betrieb läuft normal weiter, nur eine Mitarbeiterin wird laut Auskunft der Einrichtung am Streik in Düsseldorf teilnehmen.
Awo-Kita Lüttinger Straße:
Hier wird ein Großteil der Mitarbeiterinnen dem Streikaufruf folgen. Eine Notgruppe wird jedoch eingerichtet.

Rheinberg:
Awo-Kita Königsberger Straße:
Diese Einrichtung bleibt am Dienstag komplett geschlossen.
Awo-Kita Gathstraße:
In dieser Tagesstätte steht laut Auskunft der Einrichtung erst am Montag fest, ob und wie viele Bedienstete streiken werden. Daher ist auch noch nicht klar, ob und in welchem Umfang der Betrieb aufrecht erhalten werden kann.

Sonsbeck:
Awo-Kita Copray:
Auch diese Einrichtung bleibt am Dienstag komplett geschlossen, da alle Mitarbeiterinnen am Streik in Düsseldorf teilnehmen werden.

Verdi war mit einem ersten Angebot der Awo, sieben Prozent mehr Lohn über zweieinhalb Jahre, nicht zufrieden. Die Gewerkschaft selbst fordert zehn Prozent bei einer Laufzeit von 13 Monaten. „Die AWO Arbeitgeber in NRW haben in der ersten Verhandlungsrunde ein zwar verhandlungsfähiges, aber nicht ausreichendes Angebot vorgelegt. Die Einkommenslücke zu vergleichbaren Beschäftigten im öffentlichen Dienst ist zu groß“, sagt Verdi-Verhandlungsführer Wolfgang Cremer. Mit dem Streik will die Gewerkschaft den Druck erhöhen. Ziel sei es, die Arbeitgeberseite zu einem deutlich besseren Angebot zu bewegen.