kfd Sonsbeck feiert Herbstfest im Kastell statt Jubiläumsfeier zum 150. Geburtstag

kfd Sonsbeck feierte Herbstfest statt Jubiläum : 123 Jahre Sonsbecker Frauenpower

Eigentlich wollte die kfd ihren 150. Geburtstag feiern. Doch ein Zahlendreher verhinderte das. Also plante man kurzfristig um und feierte stattdessen ein Herbstfest.

Eigentlich wollten sie ihren 150. Geburtstag feiern. Das zumindest haben die Katholischen Frauen Deutschlands in Sonsbeck noch bis Februar gedacht. Dann kam beim Ehrenamtstag im März heraus: die katholischen Frauen haben sich im Gründungsjahr vertan und sind fast 30 Jahre jünger als gedacht.

Ein Zahlendreher, der natürlich trotzdem kein Grund ist, eine geplante Geburtstagsfeier abzusagen. Am Wochenende haben die Frauen also einfach ihren 123. Geburtstag gefeiert. Dabei wurden eine neue Flagge gehisst und knapp 50 Jubilarinnen geehrt.

Auf der alten Flagge stand sie noch: die falsche Jahreszahl. 1869. Neue Flagge, richtige Jahreszahl, endlich: 1896. Das verspricht Renate Hegmann, die im Vorstand der Sonsbecker kfd und seit 30 Jahren mit dabei ist. Und nachdem die Flagge im Sonsbecker Kastell schon hing, konnte die Geburtstagsfeier so richtig losgehen. Gedeckten Apfelkuchen, belegte Käsebrötchen, Kaffee, Wasser und Orangensaft – alles da, um zu feiern, dass die kfd 27 Jahre jünger geworden ist. Das passiert auch nicht alle Tage.

Wer in den Saal kommt, dem fällt schnell auf: Kaum Männer sind im Saal. Im Hintergrund klimpert Wilfried Schönherr am Keyboard. Ein paar Männer sitzen zwischen den vielen Frauen. Aber wichtig war am Samstagnachmittag sowieso vor allem eines: die Frauen. Und von denen sollten 49 geehrt werden, weil sie 40 Jahre oder länger bei der kfd sind und immer wieder kommen zu Frauen-Messen, Spielnachmittagen, der Kevelaer-Wallfahrt oder zu Cocktailabenden. Und eine wurde für ein ganz besonderes Jubiläum geehrt: Bernhardine Nobis hat im August erst ihren 96. Geburtstag gefeiert und konnte beim Herbstfest am Wochenende dann ihr 70-jähriges Jubiläum genießen.

Neben vielen Ehrungen war auch auf der Bühne was los – und das sorgte für viele Lacher, Klatschen und Spaß. Die „Dollen“ zeigten mehrere Sketche, es gab Ballett zu Cèline Dion, viel Musik und sicherlich haben viele nochmal über den Zahlendreher geschmunzelt. „Es war lustig. Bei uns ist keiner drunter, der dachte, wie doof seid ihr denn?“, sagte Renate Hegmann. „Erst waren wir erschrocken, dann fanden wir es lustig“.