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Katholische Kirche Sonsbeck rüstet mit neuem Soundsystem auf

Technische Aufrüstung in der Sonsbecker Kirche : Ein neues Soundsystem für den himmlischen Klang

Die katholische Kirchengemeinde Sonsbeck hat technisch aufgerüstet und für St. Maria Magdalena eine neue Akustikanlage angeschafft. Das Gesamtpaket kostete 24.000 Euro. Das sind die Vorteile.

Auf den ersten Blick ist die Veränderung in der katholischen Kirche in Sonsbeck kaum zu erkennen. Lediglich zwei Bohrlöcher in jedem Stützpfeiler lassen vermuten, dass dort einst etwas hing, was nun verschwunden ist. Fürs Auge ist die Veränderung im Gotteshaus aber auch gar nicht gedacht – sondern fürs Ohr. Die Kirchengemeinde St. Maria Magdalena hat in ein neues Soundsystem investiert. Die ehemals 14 alten Boxen wurden gegen fünf leistungsstarke Lautsprecher ausgetauscht, mit denen das Wort Gottes bis in die letzte Bank kristallklar zu hören sein soll.

„Es kamen immer wieder Beschwerden von Gottesdienstbesuchern auf, in den hinteren Bänken nur Geräuschbrei zu hören“, erzählt Pastor Günter Hoebertz. Auch der Chor bemängelte, „nur erahnen zu können, was am Altar gesagt wird“. Für die schlechte Akustik verantwortlich war eine Anlage, die dem Pastor zufolge über 30 Jahre hinweg zusammengestückelt worden war. An allen Pfeilern hing eine Box. Alle waren miteinander in Reihe geschaltet. „Durch die kleinen Verzögerungen kam hinten nur noch Mischmasch an“, sagt Hoebertz.

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Jetzt macht der Pastor mit einem Knopfdruck das neue System an, und der Raum wird von kristallklarem Klang erfüllt. Zwei schmale Lautsprecher am Altar reichen dafür aus. Zudem gibt’s jeweils einen Lautsprecher für jedes Seitenschiff und die Orgelempore. Wenn mal nicht die Orgel den Ton angeben soll, lässt sich die Anlage mit dem Smartphone verbinden, sodass unmittelbar Playlisten abgespielt werden können. Ergänzt wird das System durch zwei neue LED-Liedanzeiger sowie hochsensible Mikrofone, die schon bei einer Entfernung von gut zwei Metern übermitteln. „Man kann so viel freier agieren und muss nicht quasi mit der Nase am Mikro hängen“, sagt Hoebertz. Noch mehr Freiheiten erlauben zwei Handmikrofone und drei Headsets. „Die kommen zum Beispiel beim Krippenspiel zum Einsatz“, erklärt der Pastor.

Er ist sichtlich zufrieden mit dem neuen Soundsystem. Dafür musste die Kirchengemeinde aber auch einiges hinblättern. 24.000 Euro hat das speziell auf Kirchen angestimmte Gesamtpaket gekostet. „Wegen der Gebäudestruktur mit sehr hohen Decken und Widerhall ist es nicht einfach, eine Kirche zu beschallen“, erklärt Hoebertz. Finanziert wird die Anlage komplett aus Spenden. „Die Gemeinde ist großzügig, weil es eine konkrete Verbesserung darstellt“, sagt Hoebertz. Er selbst steckte seine zum silbernen Priesterjubiläum im Mai erhaltenen Spenden komplett in die neue Anlage. Doch noch sind die Kosten nicht ganz gedeckt. Die Kirchengemeinde hat aus dem eigenen Haushalt ein Darlehen vorgestreckt.

(beaw)