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Karneval in Xanten: Auch Blutwurstkomitee sagt alle Veranstaltungen ab

Karneval in Xanten : Auch Blutwurstkomitee sagt alle Veranstaltungen ab

Wegen der Corona-Pandemie wird es in diesem Jahr in Xanten kein Hoppeditz-Erwachen geben, im nächsten Jahr fällt auch der Rathaussturm aus: Das Xantener Blutwurstkomitee zieht damit die Konsequenzen aus den steigenden Infektionszahlen.

Nach dem Xantener Carnevals-Verein (XCV) hat auch das Blutwurstkomitee (XBK) alle Veranstaltungen für die Session 2020/2021 abgesagt. Es wird also weder ein Hoppeditz-Erwachen, noch einen Rathaussturm an Altweiber, eine Marktfete oder einen Möhneball geben, wie XBK-Präsident Werner van Gemmeren am Mittwoch unserer Redaktion sagte. Diese Entscheidung habe der Vorstand wegen der Corona-Pandemie und der gestiegenen Infektionszahlen getroffen. „Die Gesundheit geht vor.“ Selbst wenn Veranstaltungen Anfang des Jahres erlaubt sein sollten, ließen sie sich unter den aktuellen Bedingungen kaum organisieren, zumal ein Verein nicht die Verantwortung dafür übernehmen könne, dass sich auf einer Feier nicht doch jemand mit Corona infiziere.

Das XBK verzichte in diesem Jahr auch auf die Verlosung, sagte van Gemmeren weiter. Das Komitee sei zwar auf die Einnahmen angewiesen. Darüber wird der Blutwurstzug finanziert. Aber angesichts der Corona-Krise und der wirtschaftlich schwierigen Lage hätten viele Betriebe im Moment andere Sorgen, als eine Verlosung zu unterstützen, sagte der XBK-Präsident.

Das Blutwurstkomitee plant den nächsten Karnevalsumzug im Jahr 2022. Dann soll ein Jubiläum gefeiert werden: Das XBK wurde 1972 gegründet. Xantens Karnevalsumzug findet alle zwei Jahre statt. 2020 war er zunächst wegen eines Sturms verschoben und dann wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden.

Mitte Oktober hatte schon der Kostenpflichtiger Inhalt Xantener Carnevals-Verein (XCV) alle Veranstaltungen für die Session 2020/2021 abgesagt, also die Kinderprinzenproklamation, die Sitzungen und „Party meets Bütt“. Auch andere Vereine und Gruppen lassen ihre Veranstaltungen wegen der Corona-Krise ebenfalls ausfallen.

(wer)