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In Xantens City kann man beim Einkaufen auch Kunst erleben

Kunst und Kommerz : Xantener Geschäfte sind auch Galerie

Die Aktion ArtOrt ist wieder angelaufen. In 14 Läden in der Innenstadt kann man nicht nur einkaufen, sondern auch unterschiedlichste Kunstwerke bestaunen. Bei der Organisation der Ausstellungen kündigt sich ein Wechsel an.

Leerstehende Geschäftsräume in der Xantener Innenstadt für Kunstausstellungen zu nutzen, war die ursprüngliche Idee von „ArtOrt Xanten“. Ins Leben gerufen wurde das Event durch den Xantener Fotografen Thomas Költgen in Zusammenarbeit mit der Interessengemeinschaft Gewerbetreibender Xanten (IGX). Seit Költgens Rückzug organisiert die Geschäftsfrau Maria Geenen-Groß die Veranstaltung, bei der Künstlerinnen und Künstler ihre Werke in Xantener Geschäften ausstellen. Unterstützt wird sie seit 2013 vom Rheinberger Künstler und Maschinenbau-Techniker Ralf Neuköther-von Malottki. Der 61-Jährige fertigt Skulpturen aus Treibholz, Metall, Stein und Glas und kennt in der Szene „Jan und Pitt“, wie der Niederrheiner zu sagen pflegt.

Diesmal sind 14 Geschäfte an der Ausstellung beteiligt. Eröffnet wurde sie am Samstag im Geschäft von Maria Geenen-Groß an der Orkstraße mit den Fotografinnen Elisabeth Verhuven (61) vom gleichnamigen Busunternehmen und Rita Opel (72). Die Freundinnen haben bereits einige Fotoreisen zusammen unternommen. So seien sie in Island gewesen, in Neuseeland und an weiteren für Fotografinnen und Fotografen interessanten Orten.

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Ihr Hauptmotiv sind Wildtiere. „Es erfordert meist sehr viel Geduld, bis man das Gewünschte vor die Linse bekommt“, erklärt Elisabeth Verhuven, „aber warten lohnt sich.“ Rita Opel ergänzt: „Wir warten oft im Tarnanzug oder in Zelten auf unsere Gelegenheit.“ So hätten sie schon so manches scheue Tier mit dem Druck auf den Sensor ihrer Canon R 6, beziehungsweise Panasonic Lumix G 9 festgehalten, unter anderem den Seeadler im Xantener Naturschutzgebiet Bislicher Insel. In der Ausstellung sind sie mit Fotografien vom Niederrhein vertreten. „Es ist schön, dass man seine Fotos in diesem schönen Umfeld zeigen kann“, freut sich Rita Opel.

 Brigitte Dupont präsentiert im Teeladen „XanTee“ von Hildegard Stück Bilder von der französischen Küste – hier ein Bild aus dem Ort Quiberon-St. Pierre in der Bretagne.
Brigitte Dupont präsentiert im Teeladen „XanTee“ von Hildegard Stück Bilder von der französischen Küste – hier ein Bild aus dem Ort Quiberon-St. Pierre in der Bretagne. Foto: rava

Im Teeladen „XanTee“ von Hildegard Stück an der Klever Straße 28 finden Besucher Malereien von Brigitte Dupont. Sie malt mit Acrylfarben. Ihre Motive findet sie im Urlaub mit ihrem Mann Harald Hopp. Die beiden sind 1998 aus Kerpen nach Birten gezogen. Im vorigen Jahr hat die 66-Jährige „Camping-Urlaub mit Mann und drei Hunden“ in der südlichen Bretagne gemacht. So zeigen die elf ausgestellten Bilder hauptsächlich Landschaften und Strände an der bretonischen Küste. „Man bekommt direkt Lust auf Urlaub“, sagt ein Besucher, der im Laden gerade Tee kauft. Auch Fische aus einer Austernbar in Camaret-sur-Mer sind auf einem Bild zu sehen. Kunstliebhaber finden in den insgesamt 14 an der Aktion beteiligten Geschäften unterschiedlichste Werke – von der Fotografie über die Malerei bis hin zur Drechselkunst.

Nächstes Jahr wird Maria Geenen-Groß die Organisation von ArtOrt in die Hände von Anne Hammans vom Juwelierladen Aloys Hammans legen. Sie selber, so kündigt sie an, werde sich neuen geschäftlichen Aufgaben zuwenden. „Damit habe ich dann viel zu tun“, begründet sie ihren Entschluss.

(rava)