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Xanten: In den Ferien auf dem Pferderücken turnen

Xanten : In den Ferien auf dem Pferderücken turnen

Urlaub auf dem Reiterhof ist für viele Kinder ein Traum: Der Xantener Reit- und Fahrverein hat die Stadtranderholung in die Reithalle geholt.

Lana (4) zieht sich mit Schwung am Voltigiergurt hoch, Katharina Leschik drückt Lanas Bein nach oben - und schwups sitzt die Kleine auf Nemos Rücken. Ganz professionell sieht das aus. Die richtige Kleidung hat sie auch an: Sie trägt Reitstiefel, eine Reithose und eine rosafarbene Fleece-Jacke mit Pferdeaufdruck.

Dann geht es los. Leschik schnalzt einmal mit der Zuge, schwingt die Gerte und das Pferd läuft los, zuerst im Schritt. "Möchtest du in den Grundsitz?", fragt die Reitlehrerin. Die Vierjährige breitet sofort beide Arme aus und reitet, ohne sich festzuhalten. Sie nahm gestern an der Stadtranderholung teil, die auf dem Hof des Xantener Reit- und Fahrvereins stattfand.

Die nächste Übung ist schon schwieriger. Lana soll jetzt "die Fahne" machen. Dafür kniet sie sich auf Nemos Rücken und streckt das rechte Bein gerade nach hinten. Dabei hält sie sich vorne an den Griffen des Voltigier-Sattels fest. Das klappt schon gut. "Kinder denken einfach nicht so viel nach und machen einfach", sagt Leschik. Zum Schluss klopft Lana Nemo noch den Hals. Dann rutscht sie über den Buckel des Pferdes hinunter.

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Die Runde geht wieder von vorne los. Die Kinder, die gerade nicht reiten, üben in einer Ecke der Reithalle das Voltigieren auf Holzbock "Fritz". Zwölf Kinder nehmen an der Stadtranderholung teil. Seit einigen Jahren gehört das zum Programm. Die Kinder sind begeistert: Sie streicheln und kuscheln sich an Nemo. Der ist geduldig und weicht nicht einen Schritt zur Seite, wenn die Kinder auf seinen Rücken klettern. "Nemo ist unser Voltigierpferd", erklärt Leschik. Der Wallach ist ein von zweien auf dem Hof, insgesamt gibt es neun Schulpferde. Leschik ist im Vorstand des Reitvereins, sie gibt Voltigier- und Reitunterricht. Hauptberuflich arbeitet sie für die Xantener Stadtverwaltung. Für den Besuch auf dem Reiterhof hat ihr Arbeitgeber ihr frei gegeben.

In der zweiten Runde dürfen die Kinder wählen, ob sie lieber im Schritt reiten möchten, oder ob sie Trab und Galopp ausprobieren möchten. Die meisten möchten galoppieren. "Die Kinder machen intuitiv richtig", sagt Leschik. Ein paar haben noch Respekt und vertrauen dem Pferd nicht, wie Lea. und dem vierjährigen Ryak hat es auch die Sprache verschlagen. Aber als Nemo in den Galopp fällt, lachen Ryaks Augen und er streckt die Zunge raus.

Normalerweise nimmt Leschik Kinder ab fünf Jahren in ihre Voltigiergruppe auf. Das ist ein guter Einstieg, um Reiten zu lernen. "Die Kinder lernen das Verhalten der Pferde kennen und üben Teamgeist und Pflichtbewusstsein."

Wer Interesse an Voltigier- oder Reitunterricht hat, kann sich bei Katharina Leschik unter Telefon 0171 7525748 melden.

(RP)