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Hundesteuer: In Sonsbeck niedrig, in Xanten hoch

Deutliche Unterschiede : Hundesteuer: In Sonsbeck niedrig, in Xanten hoch

Die Städte Rheinberg, Xanten, Alpen und Sonsbeck erheben genauso wie andere Gemeinden eine Hundesteuer. Wie hoch sie ausfällt, unterscheidet sich deutlich.

54 Euro Hundesteuer – so viel zahlen die Bürger in Sonsbeck für den ersten Hund. Das geht aus einer Studie hervor, in der der Bund der Steuerzahler (BdSt NRW) alle 396 NRW-Städte miteinander verglichen hat. Damit gehört Sonsbeck zu den günstigsten Kommunen und verlangt, mit Hamminkeln zusammen, am wenigsten im Kreis Wesel. Dinslaken und Moers hingegen veranschlagen 120 Euro Hundesteuer. In Xanten zahlt man 96 Euro, in Rheinberg 80 Euro und in Alpen 66 Euro. Spitzenreiter in NRW ist Hagen, dort werden 180 Euro fällig, während in Lienen lediglich 24 Euro verlangt werden.

Ein Großteil der Kommunen veranschlagt eine Sondersteuer für gefährliche Hunde. Die Unterschiede sind beachtlich: Während in Wesel 672 Euro Steuern für den ersten gefährlichen Hund gezahlt werden müssen, beträgt die Forderung in Neukirchen-Vluyn nur 160 Euro. Am teuersten kommen die gefährlichen Hunde den Bürgern aus Heimbach und Solingen zu stehen, dort sind je 1200 Euro fällig.

Viele Kommunen bieten für Hunde, die aus dem Tierheim kommen, eine zeitlich befristete ermäßigte Steuer oder eine Steuerbefreiung an.

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In Xanten ist die Hundesteuer zuletzt 2017 erhöht worden: von 90 auf 96 Euro für den ersten Hund, von 104 Euro auf 123 Euro für den zweiten und von 118 Euro auf 144 Euro für den dritten und alle weiteren Hunde. Ein Ziel der Steuer ist es, die Anzahl der Hunde im Stadtgebiet zu begrenzen, wie die Stadtverwaltung damals mitteilte. Der Hundesteuer stehen keine Leistungen gegenüber.

Mit der Erhöhung versprach sich die CDU höhere Steuereinnahmen. Sie wurden damals auf etwa 20.000 Euro geschätzt. Insgesamt belaufen sich die Einnahmen auf rund 213.000 Euro. Für den ersten Hund wurde die Steuer trotzdem nicht stärker angehoben, weil die Tiere für viele alleinstehende Menschen„ein wichtiger Sozialpartner“ seien, gerade für Senioren, erklärte die Stadt. Dagegen werde davon ausgegangen, dass Haushalte, die mehrere Hunde besäßen, auch finanziell besser dastünden. „Hier ist eine verhältnismäßig höhere Belastung der Hundehalter gerechtfertigt.“