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Hotel-Neubau in Xanten: Investor erweitert Pläne um Reha und Pflege

Auch Gebäude für Reha und Pflege geplant : Investor erweitert Konzept für neues Hotel in Xanten

Das Unternehmen Aixact plant jetzt ein ganzes Hotel-Pflege-Reha-Quartier vor den Toren der Stadt Xanten. Dafür arbeitet die Firma mit Partnern vor Ort zusammen. Bürgermeister Thomas Görtz spricht von „einem Mehrwert für Xanten“.

Der Investor für das neue Hotel in Xanten hat sein Konzept erweitert. Wie die Firma Aixact Immobilien aus Aachen am Freitag mitteilte, plant sie auf dem Grundstück an der Straße Am Rheintor den Bau weiterer Gebäude. Zusätzlich zum Hotel sollen noch eine orthopädische Reha-Einrichtung mit Fitnessstudio, eine Pflegeeinrichtung und ein Betreutes Wohnen auf dem Grundstück entstehen. Dafür arbeitet Aixact mit mehreren Partnern zusammen. Baubeginn für das Hotel soll im nächsten Jahr sein. Die weiteren Gebäude sollen folgen. Für sie muss der Bebauungsplan erst geändert werden.

Aixact hat das neue Konzept zusammen mit den Casademont Architekten aus Aachen und weiteren Geschäftspartnern und Unterstützern dem Stadtrat in einer nicht-öffentlichen Sitzung Ende Mai vorgestellt. Vor dem Hintergrund der neuen Pläne habe die Politik dem Unternehmen mehr Zeit gegeben, mit dem Bau des Hotels zu beginnen, teilte der Investor mit. Ursprünglich lief die Frist bis Ende dieses Jahres, aber sie wurde auf Ende 2023 verlängert. Außerdem sagte Aixact zu, in diesem Jahr einen Antrag auf Änderung des Bebauungsplans zu stellen, damit die anderen Nutzungen, die das Hotel ergänzen sollen, vom Bebauungsplan gedeckt sind.

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In der Mitteilung machte Aixact nähere Angaben zu dem neuen Konzept. So werde die geplante stationäre orthopädische Reha-Einrichtung vom örtlichen St.-Josef-Hospital unterstützt, erklärte das Unternehmen. Das Krankenhaus arbeite sehr erfolgreich in der Endoprothetik, also dem Gelenkersatz. Den Patienten könne künftig in Xanten auch eine Reha angeboten werden. Dafür sehe das St.-Josef-Hospital einen wachsenden Bedarf, der bisher vor Ort nicht abgedeckt werden könne.

Ein weiterer Baustein des Konzepts soll ein Pflegeheim mit 80 Zimmern sein. Schon heute könne der Bedarf an Pflegeplätzen im Kreis Wesel nicht gedeckt werden, durch die demografische Entwicklung werde die Nachfrage noch weiter steigen, erklärte Aixact. Das Unternehmen ist auch schon im Gespräch mit einem möglichen Betreiber: Die Gesellschaft der Katharinenschwestern könne sich vorstellen, das zu übernehmen. Sie ist die Trägergesellschaft des St.-Josef-Hospitals und betreibt bereits Pflegeeinrichtungen in Rheinland-Pfalz. Zusätzlich zum Pflegeheim sei auch ein Betreutes Wohnen mit 20 Einheiten geplant, berichtete Aixact weiter. „Für diese Nutzung ist der Standort ideal, da sowohl der Kurpark als auch die Innenstadt fußläufig gut erreichbar sind.“

Das Hotel soll von Aixact selbst betrieben werden. Das Unternehmen besitzt bereits mehrere Hotels. Der Neubau in Xanten soll unter der Marke „In2 The Hotel“ laufen. Geplant sind 70 Zimmer, eine angeschlossene Gastronomie, ein Konferenz- und Tagungsbereich und ein Wellfit-Bereich für Hotelgäste.

Vom neuen, deutlich erweiterten Konzept verspricht sich Aixact Synergien, wie das Unternehmen erklärte. Nicht nur Patienten des Krankenhauses, sondern auch Bewohner des Pflegeheims könnten Behandlungen in der Reha-Einrichtung bekommen. Die Gastronomie und das Fitnessstudio wiederum könnten nicht nur von Hotelgästen besucht werden, sondern auch von Einwohnern und Besuchern der Stadt sowie von Nutzern der Reha-Einrichtung. Durch die verschiedenen Angebote am Standort sollen mehr als 100 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze entstehen.

Das neue Konzept biete auch Xantens Bevölkerung einen Mehrwert, sagte Bürgermeister Thomas Görtz. Außerdem bekomme die Stadt durch das neue Hotel-Pflege-Reha-Quartier ein Alleinstellungsmerkmal in der Region: Es gebe viele Menschen, die einen Angehörigen zu Hause pflegten und gern einmal in den Urlaub fahren wollten, aber nicht wüssten, wer sich in dieser Zeit um den Pflegebedürftigen kümmere. Für sie werde Xanten künftig ein Angebot haben: Sie könnten sich ein Zimmer im Hotel nehmen und wüssten, dass der Angehörige in der Pflegeeinrichtung daneben gut versorgt werde. Dafür gebe es eine wachsende Nachfrage, die bisher noch zu wenig bedient werde. Deshalb habe er in den Gesprächen mit dem Investor den Anstoß gegeben, das Konzept in diese Richtung weiterzuentwickeln. Von den neuen Plänen sei er begeistert, „weil es für unsere Stadt auch mehr bringt“.

(wer)