Hotel Lebensart in Sonsbeck lockt mit Natürlichkeit und Nachhaltigkeit

Hotel „Lebensart“ in Sonsbeck : Außen Holz – innen Klasse

Am Landgut am Hochwald in Sonsbeck ist das neue Hotel „Lebensart“ eröffnet worden. Die Holzbauten sollen sich natürlich in ihre Umgebung einfügen und nachhaltigen Tourismus fördern. 30 Zimmer stehen zur Verfügung.

Im neuen Hotel „Lebensart“ ist um die Mittagszeit kaum etwas los. Ein älterer Herr lugt mit dem Kopf aus einem der beiden zwölfeckigen Neubauten und huscht wenig später mit einer Zeitung unter dem Arm über den Hof. Der Parkplatz ist ordentlich gefüllt, nur wenige Stellplätze sind frei. Allem Anschein nach ist das Hotel ausgebucht. Nur die Gäste sind ausgeflogen. „Abends sieht das hier ganz anders aus”, sagt Markus Bach, der gemeinsam mit seiner Frau Anja das Hotel betreibt. Dann kehren die Gäste nämlich von ihren Radtouren zurück. Die, die im Sonsbecker Landgut am Hochwald ihren Urlaub verbringen, seien in erster Linie in der Region, um die Gegend mit dem Fahrrad zu erkunden.

Seit 2011 führen die Bachs das Landgut am Hochwald. „Neben unserem Restaurant haben wir auch acht Zimmer im Landhausstil, die wir dort anbieten“, sagt Markus Bach. Aufgrund der hohen Nachfrage hat sich die Betreiberfamilie dazu entschlossen, das Hotel „Lebensart“ zu realisieren. 30 Zimmer befinden sich in den beiden Gebäuden, die in einer Holzrahmenbauweise aus Lärchenholz errichtet wurden. Alle Zimmer sind gleich geschnitten und dementsprechend gleich groß.

Die beiden Gebäude des Land- und Naturhotels sind innerhalb von fünfeinhalb Monaten entstanden. Im November begannen die Bauarbeiten, am 1. Mai hat das Hotel eröffnet. 20 neue Angestellte wurden teilweise schon seit mehreren Monaten eingearbeitet, damit zum Start alles reibungslos funktioniert. So gibt es auch Mitarbeiterinnen, die auf den Wellness- und Kosmetikbereich spezialisiert sind, damit die Gäste rundum umsorgt werden können. „Ohne das Team geht es nicht“, sagt Bach.

Insgesamt 30 neue Zimmer stehen für Gäste zur Verfügung. Alle verfügen über einen direkten Zugang zu Balkon oder Terrasse. Foto: Fischer, Armin (arfi)

„Wir hätten auch durchaus noch größer planen können, aber wir haben uns bewusst dagegen entschieden”, erklärt Markus Bach. Die Hotelanlage solle schließlich nicht wie ein Fremdkörper wirken, sondern sich in die natürliche Umgebung einfügen. Da sei dann auch das Holz als nachhaltiger Baustoff ein wichtiger Faktor gewesen.

Überhaupt spielt das Thema „nachhaltiger Tourismus” eine große Rolle für die Betreiberfamilie. Im gesamten Komplex sei nur die modernste Technik verbaut worden, besonders im Bereich des Brandschutzes, zudem sei alles dreifach isoliert, sagt Bach. Kein günstiges Unterfangen. Doch für die Betreiber ist es eine Investition in die Zukunft. In die Zukunft der Region. Denn von Besuchern in Sonsbeck profitiere der ganze Niederrhein. „Wir sind da ja oft nur Start- und Zielpunkt für ausgedehnte Radtouren”, sagt Bach. Und die Gastronomen und Geschäfte in den umliegenden Städten und Ortschaften profitieren alle gleichermaßen.

Mit den ersten Wochen ist Bach sehr zufrieden: „Die ersten zwei waren wir komplett ausgebucht.“ Einige Gäste hätten sich bereits für einen zweiten Besuch angekündigt. Beim Reiseverhalten der Gäste hat der Betreiber Veränderungen festgestellt. „Fast alles wird heutzutage schon von Zuhause aus gebucht. Nicht nur die Zimmer, auch feste Termine wie Massagen oder kosmetische Behandlungen. Die Besucher wollen alles durchgeplant wissen“, sagt er. Um den Touristen in der Hinsicht stärker entgegen zu kommen, soll es in Zukunft auch von Hotelmitarbeitern geführte Radtouren zu unterschiedlichen Zielen in der Region geben. Dann wird mittags wieder kaum ein Gast anzutreffen sein – schließlich lockt der Niederrhein.

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