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Hochwasserschutz in Xanten: Sorge um Überschwmmungsrisiko durch Bergbau

Bergbau in Xanten : Sorge um Hochwasserschutz

Xantener fordern mit einem Bürgerantrag Antworten von der Verwaltung zu Schutzmaßnahmen bei Überschwemmungen. Sie erachten Xanten als ein potenziell durch Bergbau betroffenes Überflutungsgebiet.

Hans-Peter Feldmann bezeichnet den Hochwasserschutz in Xanten als „systemrelevant“ und wendet sich mit einem Bürgerantrag an den Rat der Stadt. Als Grund nennt der Xantener die Sorge in der Bevölkerung um die Sicherheit der Menschen, die Wirtschaft und die Infrastruktur. Es gehe um Unsicherheiten bei Hochwasser und Starkregen in einem potenziell durch Bergbau betroffenen Überflutungsgebiet, so Feldmann.

Da Deiche in NRW nicht für Extremabflüsse konzipiert seien, unterlägen besonders linksrheinische bergbaubetroffene Regionen einem potenziellen Überschwemmungsrisiko. Die Gefahren seien durch die topographische Tieflage des Rheinhinterlandes, den Klimawandel und den Bergbaueinfluss real und beträfen vor allem Birten, Beek, Lüttingen, Wardt und Vynen. Studien sprächen von über 5000 betroffenen Menschen allein in Xanten.

Die Antragsteller, 60 Leute hätten unterzeichnet, erwarten Antworten noch vor der Kommunalwahl am 13. September. Sie fragen, ob man sich des Risikos für die Stadt bewusst sei, wer für die Sicherheit von Leib, Leben und Eigentum der Bürger verantwortlich sei und wer für Schäden aufkomme, wenn „Bergbautreibende“ und keine Versicherung Überschwemmungsschäden durch Geländesenkungen in bergbaubetroffenen Gebieten übernehme. Feldmann und seien Leute wollen von Bürgermeister Thomas Görtz wissen, was er tun wolle, um das Stadtgebiet und die Bürger vor Überschwemmung zu schützen. Sie fragen, ob er überörtliche, nachhaltigen Strategien zur Schadensverhinderung für das bergbaubetroffenen linken Niederrhein kenne. 

(RP)