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Heine-Symphoniker aus Düsseldorf spielen in Xanten

Düsseldorfer Musiker spielen in Xanten : Ovationen für Heine-Symphoniker

Die klassischen Musiker aus Düsseldorf spielten im Viktordom. Der Erlös des Konzertes kommt der neuen Schwalbennestorgel zugute. Gleichzeitig feierte das Ensemble sein Jubiläum.

Stehende Ovationen sind manchmal der Tatsache geschuldet, dass Konzertbesucher lange auf harten Stühlen oder Kirchenbänken gesessen haben und froh sind, endlich aufstehen zu können. Dienstagabend waren sie aber eindeutig Indiz dafür, dass den Zuhörern im gut gefüllten Viktordom das Jubiläumskonzert der Heinrich-Heine-Symphoniker zu ihrem 25-jährigen Bestehen ausgesprochen gut gefallen hat.

Nach der Ouvertüre „Das Märchen von der schönen Melusine“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy wurde Carl Orffs „Carmina Burana“ aufgeführt. Mit nicht enden wollendem Applaus bedankten sich die Besucher für einen großartigen Konzertabend, an dem neben den Symphonikern auch der Kammerchor der Musikfakultät der Heine-Universität, der Kinder- und Jugendchor St. Remigius aus Düsseldorf, Mitglieder des Unichores Essen und des Meckenheimer Kammerchores sowie die Solisten Sooyeon Kim (Sopran), Bryan Lopez Gonzalez (Tenor) und Alexander Kalina (Bariton) einen großen Anteil hatten. Beeindruckend: Desar Sulejmani (40), der mit Taktstock, Händen und bisweilen hohem Körpereinsatz Orchester, Chöre und Solisten dirigierte. Der Erlös aus ihrem Konzert wandert in den Topf, aus dem die neue Schwalbennestorgel bezahlt werden soll. Genau wie der Scheck über 5000 Euro, den Stephan Schmitz, Vorstand bei der PSD-Bank in Düsseldorf, vor Konzertbeginn an den Vorstand des Orgelbauvereins übergab. Der ist seit fast einem Jahr dabei, Spenden zu sammeln für eine Orgel, die schon einmal im Dom gehangen hat: 1539 wurde die erste Schwalbennestorgel eingeweiht, die gut 500 Jahre ihre Dienste tat und die schwere Angriffe im Februar 1945 nicht unbeschadet überstand. Vorsitzender Karl Schmitz, Schatzmeisterin Heidi Schmitz, Dom-Organist Matthias Zangerle und Vorstands-Mitglied Michael Lammers gaben vor dem Benefizkonzert einen Sachstandsbericht. Rund 24.000 Euro kostet ein Register für die neue Schwalbennestorgel. „Wir dürften mit 40 Registern auskommen“, sagt der Dom-Organist. „Wir sind bei Null gestartet, liegen jetzt bei 57.000 Euro,“ so Karl Schmitz. Um die rund 1,2 Millionen Euro aufzubringen, die Schwalbennestorgel und eine Chororgel unten im Dom zusammen kosten, muss der Orgelbauverein noch viele  Spender finden.