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Haushaltslage in Xanten: Spielgeräte am Markt wären teuer

Haushaltslage in Xanten : Kein Geld für Spielgeräte am Markt

Wegen der angespannten Finanzlage schlägt die Stadt „bis auf weiteres“ Verzicht vor.

Während Mama und Papa, Oma und Opa die architektonischen Schönheiten der Innenstadt bewundern, ein wenig shoppen oder auf dem Marktplatz ihren Kaffee genießen, plagt die Kleinen oft Langeweile. Dann ist es mit einem geruhsamen Familienausflug schnell vorbei. Darum, so argumentierten die Grünen im März 2018, sollte für Kinder ein Spielangebot geschaffen werden. Sie schlugen die Errichtung von zwei Spielecken vor.

Die Bearbeitung des Antrags zog sich über knapp zwei Jahre hin. Mögliche Standorte waren zu prüfen, erste Ideen, wie solche Spielgeräte aussehen könnten, kamen auf den Tisch der Ratsvertreter, die letztlich das Geld für den Erwerb und den Aufbau bewilligen müssen. Doch die Vorschläge fanden in der Politik nicht den erforderlichen Zuspruch; stattdessen schlugen die Ratsvertreter einen Ideenwettbewerb vor. Die Figuren auf den Geräten sollten möglichst einen Bezug zur historischen Innenstadt haben.

In der kommenden Sitzung des Bezirksausschusses Xanten am Donnerstag, 13. Februar, 19 Uhr, im Sitzungssaal des Rathauses wird diese Geschichte fortgeschrieben. Dann wird vermutlich die Politik entscheiden, ob sie einen solchen Ideenwettbewerb überhaupt finanzieren möchte. Denn es würde teuer werden. Für die beiden Spielangebote veranschlagt die Verwaltung insgesamt ein Gesamtbudget von 40.000 Euro und schlägt angesichts der angespannten Haushaltslage vor, auf die Umsetzung von Spielecken in der Innenstadt „bis auf weiteres“ zu verzichten.

Alternativ wären alleine für die öffentliche Ausschreibung des Wettbewerbs drei Preisgelder von 6000, 4000 und 2200 Euro auszuloben. Hinzu kämen zweimal 10.000 Euro für die Geräte sowie weitere 8000 Euro für ihren Aufbau.

Der Bezirksausschuss kann aber nicht eigenständig entscheiden, sondern nur eine Empfehlung aussprechen. Das letzte Wort haben anschließend die Ratsvertreter in Ausschüssen und zum Schluss im Rat selbst. Mit einem endgültigen Beschluss ist voraussichtlich am 19. März zu rechnen, wenn der Haushaltsentwurf 2020 verabschiedet werden soll.