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Sonsbeck: Harmonie stärkt den Nachwuchs

Sonsbeck : Harmonie stärkt den Nachwuchs

Beim vorweihnachtlichen Doppelkonzert band der Musikverein neun Musiker aus dem Jugendorchester ein.

Der Musikverein Harmonie räumt dem Nachwuchs einen großen Raum ein. So kann das Jugendblasorchester traditionell die erste halbe Stunde des vorweihnachtlichen Konzertes spielen, wie am Samstag in der Kirche St. Marien in Labbeck und am Sonntag in der Kirche St. Maria Magdalena in Sonsbeck. Diesmal unterstützen sogar neun Musiker des Jugendorchesters das Hauptorchester. "Wir freuen uns natürlich über diesen Nachwuchs", berichtete Daniela Kerruth als Pressesprecherin des Musikvereins über das Ereignis, so viele junge Musiker auf einmal im Hauptorchester aufnehmen zu können, kurz bevor das vorweihnachtliche Konzert in Sonsbeck begann.

Schon am Freitagabend hatten die acht Bläser und der eine Schlagzeuger überzeugen können, als sie in Labbeck zunächst im 20-köpfigen Jugendorchester und dann im 30-köpfigen Hauptorchester musizierten. Sie hatten als Schüler der Johann-Hinrich-Wichern-Grundschule den Musikverein von 1911 und 1921 über die Kooperation "Klassenmusizieren" kennengelernt, die sich von der Idee an das landesweite Projekt "Jedem Kind ein Instrument" anlehnt, kurz Jeki. Die Kinder lernen verschiedene Musikinstrumente kennen. Sie spielen zunächst Flöte oder Trommel, ab der dritten Klasse auch Klarinette, Saxophon oder Trompete. So finden einige den Weg zum Jugendblasorchesters des Musikvereins Harmonie, der von Peter und Daniela Peeters geleitet wird.

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Für die erste halbe Stunde hatten sie moderne Weihnachtsklassiker ausgesucht, zum Beispiel "Rudolph the red-nosed reindeer", "A holly jolly Chrismas" oder "Jingle Bells Rock". Außerdem hatten sie Songs gewählt, die ursprünglich keine Weihnachtsstücke waren, heute aber oft in der Adventszeit zu hören sind, wie "Hey Jude" von der Gruppe "The Beatles". Die Musiker des Jugendblasorchesters musizierten für ihr Alter auf hohem Niveau. Außerdem moderierten sie humorvoll ihren eigenen Auftritt. Dafür heimsten sie viel Applaus ein, von 100 Zuhörern in der Kirche St. Marien und von 230 in der Kirche St. Maria Magdalena. Diesen sicherte sich auch das Hauptorchester, das von Wolfgang Güdden geleitet wird. Es gab ein Weihnachtsmedley mit "Lasst uns froh und munter sein", "Morgen Kinder wird's was geben" oder "Kommet Ihr Hirten" genauso zum Besten wie die Musik zur Geschichte von Odilia von Jacob de Haan, die im Mittelalter im Elsass die Welt zunächst blind erkundet hatte. Oder es präsentierte ein Medley mit modernen Weihnachtsklassikern, beispielsweise "Frosty the Snowman" oder "Here comes Santa Claus".

Die Zuhörer bedankten sich nach beiden Konzerten mit lang anhaltendem Applaus, da sie in vorweihnachtliche und besinnliche Stimmung versetzt worden waren. Sie ließen ihn erst abebben, als das Hauptorchester "Weihnachten bin ich zu Haus'" von Roy Black als Zugabe spielte.

(got)