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750 Jahre Xantener Dom: Hannelore Kraft: "Der Dom liegt den Menschen am Herzen"

750 Jahre Xantener Dom : Hannelore Kraft: "Der Dom liegt den Menschen am Herzen"

"Kommt zu ihm, dem lebendigen Stein." Diese Petrus-Worte waren ein glänzendes Motto für die große Jubiläumsfeier am Sonntag in Xanten, und über 1000 Gäste hatten es beherzigt und waren zum Pontifikalamt mit dem Münsteraner Bischof Felix Genn gekommen.

750 Jahre alt ist mittlerweile der gotische Dom, der den gesamten Niederrhein zu überragen scheint und offenbar bis nach Düsseldorf ausstrahlt. Denn aus der Landeshauptstadt war am Sonntag auch die Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) gekommen.

In ihrem Grußwort erinnerte sie an die fast 300-jährige Bauzeit eines Doms, der "den Menschen ganz offenbar am Herzen liegt". Kraft — die in ihrem Beitrag gleich zweimal statt Wertschätzung Wertschöpfung sagte (und sich jedes Mal dafür entschuldigte) — hob das mächtige Gebäude auch als ein mächtiges Sinnbild hervor: als das Zeichen einer Kirche, die unsere Gesellschaft stark mache, die ein verlässlicher Partner sei und Orientierung gebe für das, was wichtig sei.

Die Jubiläumsfeier atmete einen typisch niederrheinischen Geist: So waren am Einzug neben den Bischöfen und allen Konzelebranten auch die Schützenbruderschaften von St. Viktor und St. Helena beteiligt; und nach dem Pontifikalamt gab es ein herzliches Zusammensein aller Festgäste im Kreuzgang. In Erinnerung waren da auch noch die Worte von Felix Genn, der zwischen beiden berühmten Figuren der Stadt — Siegfried und der heilige Viktor — sich natürlich für den Märtyrer entschied und in diesem Sinne das unbedingte Zeugnis des Glaubens als Fundament des Doms deutete.

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Als den "Untergrund des Kirche" nannte es Genn und erinnerte an die Gedenkstätte für Märtyrer in der Krypta des gotischen Doms. Am Ende dürften die meisten Festgäste die gestrige Jubiläumsfeier so empfunden haben, wie es Xantens Bürgermeister Christian Strunk jubilierend verkündete: "Ein wunderbarer Tag in diesem wunderbaren Dom. Stadt und Dom sind eine Einheit — und wir sind dankbar, in dieser wunderbaren Stadt leben zu können."

(los)