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Handgemachte Musik bei Acoustik Plaza am Hafen Xanten vertreibt Corona-Blues

Acoustic Plaza am Hafen Xanten : Handgemachte Musik vertreibt Corona-Blues

Bei der sechsten Auflage des Acoustic Plaza am Hafen Xanten lauschten Hunderte Besucher entspannten Klängen zum Sonnenuntergang. Für viele Künstler war es der erste Auftritt nach rund einem Jahr Corona-Pause.

Als wollte er nach dem pandemiebedingten Lockdown etwas gutmachen, sorgte Petrus beim sechsten Acoustic Plaza am Freitag für einen traumhaften Sonnenuntergang bei schönstem Wetter. Die richtige Kulisse für die vier Musikerinnen und Musiker, welche dem begeisterten und erlebnishungrigen Publikum ihre nach guter alter Handarbeit gemachte Musik endlich wieder präsentieren durften. Fast ein Jahr hatten sie keine Auftritte. Umso größer war die Vorfreude auf das von der Sparkasse am Niederrhein präsentierte Akustik-Konzert.

„Alle vier Künstler sind begeistert von der Atmosphäre hier am Hafen“, sagte Jörg Klotzbach, der Sonsbecker, der vielen durch sein Musikprojekt JIP Band bekannt sein dürfte, ein Singer- und Songwriter-Projekt, das der Mittfünfziger seit 2015 betreibt. Klotzbach, der seit etwa 35 Jahren Musik macht, organisiert das Acoustic Plaza von Beginn an für das Freizeitzentrum Xanten. Er sorgt für die Künstler und tritt selbstverständlich auch selbst auf. Heute unter anderem mit Nadine Sole, welche den musikalischen Reigen eröffnete.

 Diese elfköpfige Gruppe aus Duisburg war bislang bei jedem Acoustic Plaza dabei. Nach dem Konzert stand für sie fest: Nächstes Mal kommen sie wieder.
Diese elfköpfige Gruppe aus Duisburg war bislang bei jedem Acoustic Plaza dabei. Nach dem Konzert stand für sie fest: Nächstes Mal kommen sie wieder. Foto: Armin Fischer (arfi)
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Sie ist bereits im Jahr 2018 auf den Stufen der Heinz-Trauten-Promenade aufgetreten. „Ich war von der Atmosphäre so begeistert, dass ich unbedingt wiederkommen wollte“, sagte die mit Mann und Töchterchen in Mönchengladbach lebende Musikerin. Mehr als 100 Songs hat sie bereits geschrieben, darunter Stücke, wie „Tochter des Windes“, „Leinen los“ und „Sonne“.

Doch nicht nur sie nahm zum wiederholten Male an dem Event teil. Gekommen war beispielsweise auch eine Truppe aus Duisburg-Friemersheim, die zu jedem Acoustic-Plaza-Konzert aus der Stadt an der Ruhrmündung angereist ist. Während sich die Frauen mit Sekt und anderen Leckereien vergnügten, blieben die Männer dem Gerstensaft treu. Aber Spaß hatten alle elf Besucher.

„Es ist eine ganz besondere Atmosphäre“, erklärte Andrea und ergänzte: „Die Musik an dem schönen See und dahinter der Sonnenuntergang mit seinem besonderen Licht sind einfach traumhaft.“ Auch die Musik gefiel der Duisburgerin, ebenso wie ihrer Freundin Bettina, die seit Oktober in Xanten lebt. „Es sind tolle Künstler mit einer netten Musikmischung“, resümierten die Besucherinnen, ehe er sie wieder dem Geschehen auf der Bühne lauschten.

Weitere Musiker, die ihre Werke zum Besten gaben, waren Evan Freyer, ein Singer-Songwriter für Pop und Rockmusik aus Wuppertal sowie „Der Chucky“, ein Liedermacher, der in seinen Stücken über die „Aluhutfraktion“ sinniert und das Thema Rassismus anfasst. Der angekündigte Act von „Der Ole und Band“ musste krankheitsbedingt leider kurzfristig abgesagt werden.

Ein Erfolg war der Abend trotzdem für alle, wenn er auch unter den Sicherheitsaspekten im Zuge der Corona-Pandemie stattfand. So mussten die Besucher nachweisen, dass sie entweder geimpft, genesen oder negativ getestet waren. Auch eine Registrierung vor Ort war wegen der Nachverfolgbarkeit eventueller Infektionsketten notwendig. Der Stimmung tat das allerdings keinen Abbruch.

Den Abschluss bildete, wie jedes Jahr, die JIP Band mit ihrem Song „Love shines on“. Für die elf aus Duisburg stand jedenfalls fest: „Nächstes Jahr sind wir wieder dabei.“

(rava)