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Sonsbeck: Grünes Licht für Anbau am Kindergarten

Sonsbeck : Grünes Licht für Anbau am Kindergarten

Eigentlich eine gute Nachricht: In Sonsbeck fehlen Kindergartenplätze für Drei- bis Fünfjährige (Ü 3). Gut, weil sich offenkundig immer mehr Eltern entscheiden, aufs Land zu ziehen und dort ihre Sprösslinge aufwachsen zu lassen.

52 Ü-3-Kinder sind fürs Kindergartenjahr 2015/16 angemeldet worden, neun in Labbeck, vier in Hamb und 16 in Sonsbeck. 23 Plätze stehen zur Verfügung - macht eine Unterversorgung von 29 Ü-3-Kindern, wie Gabriele Klein vom Kreisjugendamt jetzt im Haupt- und Finanzausschuss erläuterte.

Die neun Labbecker Kinder unterzubringen, sei kein Problem: Der St.-Marien-Kindergarten könne sie noch aufnehmen, allerdings müsste die Gemeinde 4800 Euro an Betriebskosten zuschießen. Für die vier Kinder in Hamb sehe das anders aus: Hier könnten nur zwei im Kindergarten aufgenommen werden, so Gabriele Klein. Bleiben die 16 Sonsbecker Kinder.

Man habe im Kreisjugendamt hoch- und quergerechnet, eine Container-Lösung schnell wieder verworfen, weil sie weder schön noch preiswert sei. Einzige Möglichkeit, irgendwo anzubauen, um Platz für eine zusätzliche Gruppe zu schaffen, ist die DRK-Kindertagesstätte Lichtgarten.

Der Träger will Platz für 20 Kinder - sechs für die U 3-Betreuung - schaffen. Voraussetzung: Die Gemeinde muss sich an den Kosten beteiligen. Von den 210 000 Euro kommen 108 000 Euro aus einem Fördertopf beim Bund. Im Sommer, da sei der DRK-Kreisverband zuversichtlich, stehe der Anbau.

Der wird mittelfristig gebraucht. Wenn die Vertreterin des Kreisjugendamtes richtig hochgerechnet hat, setzt sich der Kinder-Trend fort. Es geht weiter bergauf. "Wir haben bei der Versorgung zuletzt auf Kante genäht", sagte Fachbereichsleiter Manfred van Rennings. Er nannte die nächste Herausforderung, die absehbar auf Sonsbeck zukomme: Die Kinder von Asylsuchenden könnten am besten integriert werden, wenn sie mit Gleichaltrigen zusammen aufwachsen.

Das Votum des Haupt- und Finanzausschusses war einstimmig: Die Gemeinde beteiligt sich am Lichtgarten mit 113 000 Euro an den Bau- und mit 11 800 Euro an den Betriebskosten. Der Träger DRK stellt mehr Personal ein - und alles wird gut.

Bei vier Enthaltungen beauftragte der Ausschuss zudem die Verwaltung, zur Verkehrsberuhigung auf der Hochstraße/Wallstraße mit Straßen NRW über einen Zebrastreifen in Verbindung mit einer Tempo-30-Zone zu verhandeln. Die soll 70 bis 100 Meter zu beiden Seiten der Querungshilfe ausgewiesen werden.

Abgesetzt wurde die Eingabe von Klaus Koch aus Labbeck zur Entfernung der Poller im Bereich Wyfeld/Birkenweg. Denn das Problem, so Christa Weidinger (SPD) und Horst Gehrke (BIS), sei eigentlich ein anderes. Sie wollen prüfen, ob Poller generell verhindern, dass Rettungsfahrzeuge zügig den Einsatzort erreichen. Damit werden sich jetzt die Fachausschüsse beschäftigen. SPD, BIS und FDP wollen einen entsprechenden Antrag formulieren.

(RP)