Xanten: Großer Andrang zur Filmpremiere

Xanten: Großer Andrang zur Filmpremiere

Das Xantener "Siegfried Museum" erlebte mit der Erstaufführung von Wolfgang Wilhelmis Film "Xanten, die Perle vom Niederrhein" einen außergewöhnliche Premierenabend. Schon der Andrang der Xantener war so groß, dass der Saal nicht alle Besucher aufnehmen konnte, so dass die Leiterin des Museums, Anke Lyttwin, einen zweiten Aufführungstermin ankündigen musste. Nach der Sonderausstellung "Soldiers" wird der Film im November ein weiteres Mal gezeigt. Der neue Termin steht noch nicht fest.

Gut gelaunt und mit viel Witz führte Altbürgermeister Alfred Melters in den Film ein, wobei er die beeindruckende Arbeit des Produzenten und die originelle Darstellungsweise des stadtführenden Nachtwächters Helmut Sommer besonders hervorhob. Als ein Experiment bezeichnete Melters den Film, in dem es dem Filmemacher Wolfgang Wilhelmi gelungen sei, eine Symbiose bildgewaltiger Szenen der Vielschichtigkeit von Xanten, seiner Natur, Kultur und Geschichte mit der Heimatliebe der Xantener zu verschmelzen. Beeindruckend sei dabei der weite Bogen, den dieser Film spannt, von den Kulturdenkmälern in Stadt und Dörfern bis hin zu begeisternden niederrheinischen Naturszenarien, vom Altrhein in Birten bis hin zu verwunschenen Naturszenen in Mörmter.

Weiter verwies Melters auf die besondere Rolle, die Nachtwächter Sommer in diesem Film spielt. Er ist nicht nur das Bindeglied zwischen den vielen Bildszenen und belebt durch das erzählerische Moment die Bildfolgen, sondern er lockt durch seinen verschmitzten Humor und durch sein liebenswertes Wesen immer wieder beim Zuschauer ein Schmunzeln hervor.

"Xanten, die Perle am Niederrhein" , ist eigentlich ein etwas zu klischeehafter Titel für diesen Film. Man sollte sich anschauen, um das Besondere der Stadt im großen Zusammenhang bildhaft zu erleben. Es war ein besonderes Erlebnis, als Helmut Sommer am Schluss der Aufführung das alte Xantenlied anstimmte: "Sante min Vaderstadt".

(aly)
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