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Xanten: Glauben wecken und vertiefen

Xanten : Glauben wecken und vertiefen

Empfang in der Michaelskapelle. Neujahrsgrüße für Propst Alfred Manthey von Prämonstratensern aus Indien. Bischof Heinrich Janssen: Wie die heiligen drei Könige den Glauben vertiefen. Die Michaelskapelle platzte schier aus allen Nähten: Propst Alfred Manthey hatte seine Gemeinden zum Neujahrsempfang eingeladen: "Lasst uns Dank sagen für das Gute, das wir im letzten Jahr zum Wohle der Menschen dieser Stadt tun durften. Lasst uns einander Mut zusprechen für das kommende Jahr."

Zeit für Gespräche

Auf offizielle Worte wurde verzichtet. So blieb viel Zeit für Gespräche mit ihm, Bischof Heinrich Janssen, Kaplan Karsten Weidisch, Pfarrer Klaus Recker, Diakon Werner Brammen und den Vertretern der Gremien und Verbände. Ein Mitglied vom Hilfswerk BasisGesundheitsDienst überraschte mit einem Gruß aus der größten Abtei von Prämonstratensern.

Norbertiner aus Jamtara im indischen Bundesstaat Madhya Pradesh hatten ihren Weihnachtsgruß auf eine Weihnachtskarte geschrieben, die den heiligen Norbert von Xanten vor der Krippe zeigt. Gemeinsam mit den Weisen aus dem Morgenland verehrt er in seinem weißen Ordensgewand den Neugeborenen, während ein Engel im Hintergrund mit seinem Bischofsstab spielt.

Veränderungen

Während des Festgottesdienstes im Xantener Dom betonte Bischof Heinrich Janssen die Bedeutung der Anbetung für heute. Den Glauben wecken und vertiefen sah er als Botschaft des Festtages. Das gelinge, wenn man wie die heiligen drei Könige vor der Krippe niederfalle und anbete. Veränderungen der kirchlichen Struktur seien zwar notwendig, schafften aber keinen Glauben.

Für den Weg der Gemeinden seien heute Zeugen gefragt, Menschen aus der Nähe Gottes. "Die Größe des Menschen wächst mit der Anbetung Gottes. Der Mensch ist nirgendwo größer, als wenn er vor Gott in die Knie geht." In einer Zeit äußerer Veränderungen brauche es die innere Anbetung.

Als zentrales Gebet dieser Anbetung empfahl Bischof Janssen das Vater Unser. Es sei überall als Hinwendung zu Gott zu sprechen. "Eine Melodie, die zur Vereinigung mit Gott und zur wahren Menschlichkeit führt." Die Anbetung Gottes sei Einbruch der Ewigkeit in die Zeit und Welt, der menschliche Beitrag, dass Gott Wunder wirken kann.

Der Dom erstrahlte noch einmal im Weihnachtsschmuck, Kantor Wolfgang Schwering füllte ihn mit festlichen Orgelklängen, der Domchor sang unter Leitung von Doris von der Horst die Missa brevis von W. A. Mozart, "Ich steh an deiner Krippen hier" von J. S. Bach, das weihnachtliche Halleluja von Erlebach, "Et incarnatus est" von Josquin des Prés: Segenswünsche für das neue Jahr mit Kerzenlicht und festlicher Musik.

(RP)