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Glasfaser-Ausbau in Xanten: DBX verhängt Baustopp

DBX verhängt Baustopp : Glasfaserausbau in Xanten stockt

Anfang des Jahres hat der geförderte Breitbandausbau in Xanten begonnen. Aber der Dienstleistungsbetrieb (DBX) hat einen Baustopp verhängt. Die Arbeiten seien nicht gut ausgeführt worden, die Mängel müssten erst behoben werden, sagt der DBX.

Bis Ende des Jahres sollen mehrere Hundert Haushalte in Xanten an das Glasfasernetz angeschlossen werden, damit sie eine schnellere Internetverbindung bekommen. Aber dieser Zeitplan könne wahrscheinlich nicht eingehalten werden, teilte der städtische Dienstleistungsbetrieb Xanten (DBX) dem Verwaltungsrat mit. Der Generalunternehmer habe die Arbeiten „mangelhaft“ ausgeführt. Bei Kontrollen seien „ständig Mängel“ festgestellt worden. Der Grund sei in der Regel „fehlendes Fachpersonal“. Der DBX habe deshalb einen Baustopp verhängt. „Die Arbeiten dürfen erst nach mangelfreier Abnahme fortgeführt werden.“ Folgeschäden an den Strecken seien aber nicht zu erwarten. Durch die Kontrollen des DBX sei das verhindert worden.

Anfang des Jahres hatte der geförderte Breitbandausbau in Xanten begonnen. Darüber sollen die sogenannten grauen Flecken ans schnelle Internet angeschlossen werden. Damit sind Gebiete gemeint, in denen die verfügbare Geschwindigkeit unter 30 Megabit pro Sekunde liegt. In Xanten geht es um mehrere Hundert Haushalte. Die Anbindung an das Breitbandnetz wird von Bund und Land finanziell unterstützt. Ein privatwirtschaftlicher Ausbau hatte sich in diesen Gebieten nicht gelohnt.

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Für den Anschluss der Haushalte ist die Deutsche Glasfaser zuständig. Sie hat wiederum ein Unternehmen damit beauftragt. Auf Anfrage berichtete ein Sprecher der Deutschen Glasfaser, dass der Baupartner sein Personal ausgetauscht habe. Die festgestellten Mängel würden abgearbeitet. Der Sprecher versicherte, dass die Arbeiten sorgfältig ausgeführt würden. Zu der Kritik des DBX sagte er: Das Gebiet sei in mehrere Abschnitte eingeteilt worden. Sie würden der Reihe nach angeschlossen. Wenn die Leitungen ein Gewässer oder ein Bodendenkmal überqueren sollten, müsste aber erst eine Genehmigung eingeholt werden. Die Antwort der Behörden habe manchmal so lange gedauert, dass schon mit dem nächsten Abschnitt begonnen worden sei, bevor die vorherigen Arbeiten fertig gewesen seien.

(wer)