Für Schüler, die nicht schwimmen können Xantener Gesamtschule organisiert Extra-Schwimmkurse

Xanten · Wegen der Corona-Pandemie ist der Schwimm-Unterricht in den vergangenen Jahren ausgefallen. Die Gesamtschule in Xanten organisiert deshalb Extra-Kurse für Schüler, die noch schwimmen lernen müssen.

 Ingo Geisler (l). hat die zusätzlichen Schwimmkurse organisiert.

Ingo Geisler (l). hat die zusätzlichen Schwimmkurse organisiert.

Foto: Gesamtschule Xanten

Die Willi-Fährmann-Gesamtschule in Xanten organisiert nachmittags zwei Schwimmkurse für Jugendliche, die noch nicht oder nur schlecht schwimmen können. Wegen der Corona-Pandemie sei der reguläre Schwimmunterricht lange Zeit ausgefallen, erklärt Sportlehrer Ingo Geisler. Schülerinnen und Schüler, die damals in den fünften und sechsten Klassen gewesen seien, hätten deshalb das Schwimmen nicht lernen können. Hinzukommen geflüchtete Kinder und Jugendliche, die bisher noch keinen Schwimmunterricht besuchen konnten.

Deshalb hat Geisler die beiden zusätzlichen Kurse am Nachmittag im Xantener Hallenbad organisiert. In ihnen lernen Schülerinnen und Schüler der siebten, achten und neunten Klassen schwimmen. Jüngere Altersstufen könnten auch teilnehmen, sagt Geisler. Die Jugendlichen könnten die Kurse so lange besuchen, bis sie das Schwimmabzeichen in Bronze erreicht hätten. Dann seien sie in der Lage, ohne Aufsicht allein zu schwimmen.

Ermöglicht wurden die beiden Kurse durch Fördergelder, um die sich Geisler bemüht hat. Die finanzielle Unterstützung erhielt die Gesamtschule zum einen vom Deutschen Kinderhilfswerk und dessen Programm „Ankommen im Sport“, zum anderen von der AOK und der Bundesregierung über deren Programm „Fit durch Schule“. Insgesamt sind 10.000 Euro zusammengekommen. Davon wurde Equipment wie Taucherbrillen und Schwimmflossen gekauft. Das Training macht Sandra Meyrose. Die Gesamtschule dankt außerdem den Schwimmfreunden, die zusätzliche Zeiten im Hallenbad freigeschaufelt haben. „Jetzt können wir vielen Kindern und Jugendlichen dabei helfen, sichere Schwimmer zu werden“, sagt Geisler.

Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) hat sich 2022 besorgt darüber geäußert, dass laut einer Umfrage deutlich mehr Grundschüler nicht schwimmen können. „Wie Jungen und Mädchen lesen, schreiben und rechnen lernen, so müssen sie auch schwimmen lernen“, fordert die DLRG.

(wer)
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