Gemeinde spricht mit Straßen.NRW über Lösung für Marienbaumer Straße in Labbeck

Bürgermonitor : Gemeinde bemüht sich um eine zügige Lösung

Erste Gespräche mit Straßen.NRW haben stattgefunden. Dabei war auch ein schärferes Tempolimit Thema. Ergebnisse stehen aber noch aus.

Immer wieder machten die Labbecker in der Vergangenheit auf die Probleme mit oftmals zu schnell durchs Dorf ratternden Lastwagen aufmerksam, äußerten Beschwerden, protestierten, blieben hartnäckig. Seit rund 20 Jahren führen sie einen stetigen Kampf um mehr Sicherheit an der Marienbaumer Straße und vor allem mehr Ruhe in ihrem Dorf.

Noch sind die Probleme zwar nicht gelöst, doch so langsam höhlt der stete Tropfen den Stein. Denn wie Bürgermeister Heiko Schmidt auf Anfrage unserer Redaktion am Dienstag mitteilte, gibt es leicht positive Fortschritte in der Sache zu vermelden. „Es gab mittlerweile Gespräche mit dem Landesbetrieb Straßen.NRW. Dabei ging es nicht nur um die Erneuerung der Fahrbahndecke, die durch ihren schlechten Zustand auch mitverantwortlich für den Lkw-Lärm ist, sondern darüber hinaus haben wir uns auch über ein mögliches Tempolimit von 30 Kilometern pro Stunde unterhalten.“ Die Beratungen seien allerdings noch nicht abgeschlossen – konkrete Ergebnisse könne und wolle Schmidt erst mitteilen, wenn auch andere zu beteiligende Behörden wie der Kreis Wesel und die Kreispolizeibehörde in den Prozess eingebunden worden seien. „Da stehen noch weitere Gespräche aus.“

Für die Anwohner der Marienbaumer Straße könnte das immerhin ein Hoffnungsschimmer für ihre Bemühungen sein, die Verkehrssituation in Labbeck zu verbessern. Denn lange hatte es so ausgesehen, als seien der Gemeinde in dieser Sache die Hände gebunden. So sagte Schmidt noch in einer Ausschusssitzung im November, dass Maßnahmen wie ein Herabsetzen der Höchstgeschwindigkeit nicht realistisch seien, da es sich bei der Marienbaumer Straße schließlich um eine Landstraße handelt, die entsprechenden Schwerlastverkehr aufnehmen müsse.

Doch offenbar ist die Botschaft der Labbecker, die sich lange mit ihren Sorgen und Beschwerden nicht ernst genommen fühlten, nun auch an den verantwortlichen Stellen angekommen. Gerade gegen Ende des vergangenen Jahres intensivierten die Anwohner ihren Protest nochmals. Mit selbstgemalten Bannern, die sie an ihren Hauswänden aufhingen, appellierten sie zunächst an die Vernunft der Lkw-Fahrer. Denn viele nutzten die Marienbaumer Straße als Ausweichstrecke, um die Mautstation an der B57 zu umfahren – und hielten sich dabei nicht unbedingt ans Tempolimit. Das verursachte vor allem nachts enormen Lärm, der viele Labbecker nicht mehr richtig schlafen ließ. Ein Anwohner schaffte sich sogar ein eigenes Radargerät an, um Geschwindigkeitsverstöße dokumentieren und belastbare Argumente für eine Entschärfung der Verkehrssituation sammeln zu können.

Noch allerdings werden sich die Labbecker ein wenig gedulden müssen, bis die ersten Maßnahmen auch umgesetzt werden. Einen genauen Zeitplan, wie es nun weitergeht, konnte Schmidt nicht nennen. Ein Anfang für mehr Ruhe in Labbeck ist allerdings gemacht.

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