Gemeinde Sonsbeck stellt neuen Plan für Förderung von Frauen vor

Positiver Trend in Sonsbeck soll fortgesetzt werden : Neuer Plan für mehr Frauen in Führungspositionen

Im Haupt- und Finanzausschuss wird die Gemeinde am Donnerstagabend ihren neuen Gleichstellungsplan vorstellen. Mit diesem soll in den kommenden Jahren sichergestellt werden, die gesetzlich vorgeschriebene Frauenquote in der Gemeindeverwaltung zu erreichen.

Bei einem bloßem Blick auf die nackten Zahlen konnte man in der Gemeindeverwaltung eigentlich zufrieden sein. Zum Stichtag 1. Oktober sind ingesamt 37 Frauen und 31 Männer als Mitarbeiter bei der Gemeinde Sonsbeck beschäftigt. Das entspricht einer Frauenquote von 57,35 Prozent, errechnet die Verwaltung in ihrem neuen Gleichstellungsplan, der in den kommenden fünf Jahren umgesetzt werden soll und am Donnerstagabend im Haupt- und Finanzausschuss diskutiert wird.

Doch wie es mit Zahlen häufig so ist, zeigt eine weitergehende Betrachtung, dass man mit der derzeitigen Frauenquote im Sonsbecker Rathaus noch nicht zufrieden sein darf – auch wenn man den Anteil weiblicher Beschäftigter im gehobenen Dienst in den vergangenen drei Jahren von 12,5 Prozent auf 40 Prozent steigern konnte. Denn der Gesetzgeber schreibt seit 2016 eine gleichwertige Verteilung von Frauen und Männern in dieser Besoldungsstufe vor – zehn Prozent fehlen der Gemeinde Sonsbeck also noch. Das schreibt sie auch in ihrem „Bericht über die Umsetzung des Frauenförderplans“, der 2016 verabschiedet wurde und nun ausläuft. „Aus der vorgenommenen Bestandsaufnahme und Analyse der Beschäftigtenstruktur ergibt sich, dass das vorgenannte Ziel, 50 Prozent der Stellen im gehobenen Dienst mit Frauen zu besetzen, nicht erreicht wurde.“

Dies sei laut Verwaltung allerdings erst einmal nicht so problematisch. Denn aufgrund der eher kleinen Verwaltung und den damit nur marginal einhergehenden personellen Veränderungen, reiche ein Zeitraum von drei Jahren nicht aus, um das von der Landesregierung vorgegebenen Ziel zu erreichen. Daher soll der neue Gleichstellungsplan, der den bisherigen Frauenförderplan ablöst, auch für einen Zeitraum von fünf Jahren bis zum 30. September 2024 gelten.

Dadurch könnte der bislang eingeleitete Trend, mehr Führungspositionen mit weiblichen Mitarbeitern zu besetzen, erfolgreich fortgesetzt werden. „Aufgrund der Altersstruktur in den einzelnen Beschäftigungsgruppen ergeben sich in den kommenden fünf Jahren Möglichkeiten, den gesetzlich vorgeschriebenen Abbau der Unterrepräsentanz von Frauen zu gewährleisten“, schreibt die Verwaltung in der Sitzungsvorlage. Das soll durch die Einstellung weiblicher Auszubildender oder auch gezielte Aus- und Fortbildungsveranstaltungen für Frauen erreicht werden. Zudem soll die Vereinbarkeit von Beruf und Familie noch stärker berücksichtigt werden.

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