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Xanten: Gefährliche Diskussion

Xanten : Gefährliche Diskussion

Käsehändler Andreas Heina aus Kevelaer findet die Diskussion richtig, wenngleich nicht ganz ungefährlich. In seinem Sortiment, so weiß er, sind industriell gefertigte Käse, die auch hier und da Zusatzstoffe haben, damit sie zum Beispiel ein leuchtenderes Gelb bekommen.

"Aber ich verkaufe hier echten Käse, nichts Gepanschtes." Und im übrigen sorge die Aufsicht des Kreises schon dafür, dass alles mit rechten Dingen zugeht. "Meine hausgemachte Marmelade wurde sogar beanstandet, weil ich nicht ausdrücklich den Zuckergehalt nachgewiesen habe, bevor ich sei verkaufen wollte."Die passen schon auf."

Wenn die Diskussion aber weiter hochkoche, könne das Folgen haben. Plötzlich glaube dann keiner mehr was, das ist schlecht fürs Geschäft, weiß er aus Erfahrung um andere Lebensmittel. Die Frage, ob er denn auch Analogkäse führe, beantworte er deshalb zwar mit einem Hinweis, wo so etwas zu bekommen sei und natürlich auch einem freundlichen Lächeln, zunehmend aber auch nachdenklich. "Wir können doch gar nichts dafür . . ."

(RP)