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Xanten: Frischer Fisch in uriger Atmosphäre

Xanten : Frischer Fisch in uriger Atmosphäre

Blauer Himmel und gut gelaunte Gäste, dazu schöne Marktstände und Fisch frisch aus dem Rauch, frittiert sowie im Brötchen: Der zwölfte Fischmarkt im Hafen von Vynen war ein Besuchermagnet.

Strahlend blauer Himmel - für jede Veranstaltung unter freiem Himmel schon die halbe Miete. Und wenn dann noch eine sonst eher ruhige und beschauliche Uferpromenade zu einer 500 Meter langen Genussmeile wird, dann kann sich der Veranstalter beruhigt zurücklehnen: Die Sache läuft. So war es auch bei der zwölften Auflage des Fischmarktes im Hafen Vynen an der Xantener Nordsee - auch wenn der Name dem bunten Markttreiben nicht unbedingt gerecht wird. Aber auf einem Trödelmarkt werden ja auch nicht nur alte Schätzchen angeboten.

Denn das Angebot in Vynen war durchaus reichhaltig. Arganöl aus Marokko, Schurwolle, Kinderkleidung, Schmuck, Keramik, irdene Waren aus Ton, Schönes und Praktisches für Haus und Garten, Fenster-Deko, Puppen- und Hundemode neben Grill- und Kochschürzen, Schals auch für Männer, Felle vom Schaf. Gewürze, Trockenfrüchte, vegetarische Quiche, Senf-Träume, Crêpes, Backwaren, Frozen Joghurt, Pommes natürlich - und über allem der Duft von Fisch. Geräuchert und in heißem Fett frittiert, so gehört es sich für einen Fischmarkt. Matjes im Brötchen, Backfisch, Scampis, holländischer Kibbeling, Forellen und Aale frisch aus dem Rauch, Flammlachs.

Die Atmosphäre beim Fischmarkt war urig. Lange Schlangen bildenten sich vor den Fisch-Ständen, die Bierzeltgarnituren am Ufer der Nordsee waren ebenfalls voll besetzt. Dazwischen spielende Kinder und Eltern, die es sich mit ihrem Nachwuchs und Freunden auf den Wiesen gemütlich machten. Die Besucher des Fischmarkts waren bei prallem Sonnenschein bestens gelaunt. Sie ließen es sich gut gehen, manche hatten sogar ihren eigenen Klappstuhl mitgebracht. "Ich liebe diesen Fischmarkt, der gehört hier hin", sagte Ute Burchart. Sie komme jedes Jahr her, mit Mann und Fahrrad. Dass die beiden diesmal satte vier Stunden brauchten, lag an der Keer Tröch. Denn eigentlich wollten sie wie immer in Bislich mit der Rheinfähre übersetzen. Aber da hätten sie lange warten müssen: Unzählige Radfahrer hatten die gleiche Idee, die Fähre war den ganzen Tag über komplett ausgelastet. Also nahm das Ehepaar Kurs auf Rees und setzte dort über. Den Umweg nahm Ute Burchart für den Fischmarkt liebend gern in Kauf.

Auch ein Ehepaar aus Xanten war mit dem Fahrrad gekommen. "Weil Pfingsten ist, wir bei schönem Wetter gerne mit dem Rad unterwegs sind und uns auf den Flammlachs gefreut haben." Und auch für die flüssige Bewirtung war an den Bierständen im Hafen gesorgt, ein weiterer stand auf halber Strecke an der Promenade. Wohl denen, die bei den hohen Temperaturen ihre Wasserflaschen dabei hatten.

(jas)