Friedhof Labbeck und katholische Kitas in Sonsbeck auf dem Prüfstand

Kirchen-Einrichtungen in Sonsbeck : Friedhof Labbeck und katholische Kitas auf dem Prüfstand

Sollten sich in den nächsten Jahren keine positiven Veränderungen einstellen, müsse man jeweils über Konsequenzen nachdenken, sagt Pfarrer Günter Hoebertz.

Es war eine ziemlich ereignisarme Sitzung des Ausschusses für Schule, Sport, Kultur und Generationen der Gemeinde Sonsbeck am Donnerstagabend, bis Sonsbecks katholischem Pfarrer Günter Hoebertz unter Tagesordnungspunkt 7, Bericht der Vertreter der Kirchengemeinden, das Wort erteilt wurde. Hoe­bertz berichtet an dieser Stelle regelmäßig im Ausschuss über die aktuellen Geschehnisse in der Gemeinde St. Maria Magdalena. Und was er diesmal zu sagen hatte, ließ einige aufhorchen: Denn unter anderem berichtete er von zwei Entwicklungen, die in den kommenden Jahren deutliche Einschnitte im Gemeindeleben mit sich bringen könnten.

Friedhof in Labbeck Die Ruhestätte ist defizitär. „Die Bestattungen in Labbeck sind deutlich zurückgegangen.“ Sollte sich dies in absehbarer Zukunft nicht ändern, müsste man in letzter Konsequenz auch über eine Schließung nachdenken. „Auch wenn das von unserer Seite keinesfalls gewollt ist“, wie Hoebertz klarstellte. Doch würden die Zahlen so bleiben, wie sie derzeit sind, werde man zunächst an einer Anpassung der Gebühren nicht vorbeikommen. „Wir würden uns dabei an den Gebührensätzen orientieren, wie sie derzeit schon für den Friedhof Sonsbeck erhoben werden.“ Weiterhin werde man auch darüber nachdenken, alternative Bestattungsformen in Labbeck anzubieten. Diese Gedankenspiele sollen dazu beitragen, wie Hoebertz abermals betonte, den Labbecker Friedhof langfristig erhalten zu können.

Katholische Kitas In dieser Angelegenheit macht das Bistum Münster der Pfarrgemeinde immer wieder Druck. Denn vereinfacht gesprochen ist die Quote katholischer Kinder in den Einrichtungen St. Maria Magdalena (Sonsbeck), St. Georg (Labbeck) und St. Marien (Hamb) dem Bistum zu gering. „Münster finanziert uns eigentlich nur drei Gruppen, wir betreiben aber drei Einrichtungen. Bislang funktioniert das, weil die Kommune für die Finanzierung der weiteren Gruppen aufkommt“, so Hoebertz. Allerdings müsse man festhalten, dass man als kirchlicher Kita-Träger auch einen missionarischen Auftrag verfolge. „Und wenn es dabei bleibt, dass immer weniger katholisch getaufte Kinder angemeldet werden, muss man darüber nachdenken, ob es nicht sinnvoller ist, die Einrichtungen an einen anderen Träger zu überführen.“ Aber auch hier gelte: „Wir werden nicht von jetzt auf gleich alles hinschmeißen.“

Mehr von RP ONLINE