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Fridays for Future am 25-09-2020 in Xanten: Demonstranten fordern mehr Klimaschutz

Fridays for Future in Xanten : „Uns läuft die Zeit davon“ – Aktivisten fordern mehr Klimaschutz

Auch in Xanten folgten Jugendliche und Erwachsene am Freitag dem Aufruf von Fridays for Future. Dutzende Menschen protestierten für mehr Klimaschutz und fuhren dafür auf Fahrrädern durch die Stadt.

Mitglieder von Fridays for Future haben am Freitag auch in Xanten für mehr Klimaschutz in Deutschland demonstriert. Dutzende fuhren dafür mit dem Fahrrad durch die Stadt. „Wir streiken, bis ihr handelt“, kündigten die Klimaschutz-Aktivisten an. Die Polizei schätzte die Zahl der Demonstranten auf 100 bis 120, die Veranstalter sprachen selbst von rund 70 Teilnehmern. Unter ihnen waren Jugendliche und Erwachsene. Der Naturschutzbund (Nabu) nahm an der Fahrrad-Demo teil, auch Xantens Klimaschutzmanagerin Lisa Heider radelte mit.

Die Demonstration in Xanten war Teil eines weltweiten Protestes am Freitag. Nach Angaben von Fridays for Future waren weltweit mehr als 3000 Aktionen angekündigt worden, allein in Deutschland mehrere hundert. „Die Klimakrise ist eine reale Bedrohung für die menschliche Zivilisation“, schreiben die Xantener Mitglieder der Bewegung auf ihrer Internetseite. Die Bewältigung der Klimakrise sei die Hauptaufgabe des 21. Jahrhunderts. „Wir fordern eine Politik, die dieser Aufgabe gerecht wird.“

Es war in Xanten die erste Klimaschutz-Demo in der Stadt nach Beginn der Corona-Krise. Wegen der Pandemie hatte Fridays for Future in den vergangenen Monaten auf Protestaktionen auf der Straße verzichtet und sich auf die digitalen Kanäle konzentriert, also Internet und Soziale Medien wie Facebook und Instagram. Es sei eine schwere Entscheidung gewesen, mitten in der Pandemie zum Klimastreik aufzurufen, hatten die Aktivisten Carla Reemtsma und Nick Heubeck unserer Redaktion gesagt. „Verantwortung zu übernehmen bedeutet für uns aber auch, dass wir nicht bis zum Ende der einen Krise warten können, um die andere anzugehen.“ Die Corona-Krise habe gezeigt, dass die Regierung entschlossen handeln könne, sagte Marit Weichold von Fridays for Future in Xanten. „In der Klimakrise läuft uns die Zeit davon. Wir müssen jetzt ganz klar sagen: Kein Grad weiter!“ Trotz der Corona-Krise müssten die „notwendigen Maßnahmen“ ergriffen werden, forderten auch Frederik Krohn und Jasmin Waschulewski

Die Klimaschutz-Aktivisten hatten für den Protest in Xanten ein Hygienekonzept vorgelegt, um das Infektionsrisiko zu reduzieren. Die Teilnehmer sollten den Mindestabstand von 1,50 Meter einhalten oder einen Mundschutz tragen und hintereinander fahren. Außerdem hatte Fridays for Future mehrere Startpunkte im Stadtgebiet für die Protestfahrt bestimmt, damit sich die Teilnehmer nicht alle an einem Ort sammelten. Die Demonstration sei ohne Komplikationen verlaufen, teilte die Organisatoren anschließend mit.