Fifty-Fifty-Taxi wird verlängert, SPD beantragt Night-Mover

Mobilität in Xanten : Fifty-fifty-Taxi und Nightmover buhlen um die Jugend

Nach Anlaufschwierigkeiten wird der Service in Xanten nun angenommen. Die SPD beantragt auf Kreisebene allerdings ein ähnliches Angebot.

(jul) Jahrelang gab es gar nichts, jetzt soll es auf einmal zwei Angebote für Jugendliche geben: Die Rede ist vom Fifty-fifty-Taxi und vom sogenannten Night-Mover.

Beim Fifty-fifty-Taxi handelt es sich um eine Initiative der Stadt Xanten (wir berichteten). Genauer gesagt, können Jugendliche zwischen 16 und 25 Jahren am Wochenenden zwischen 21 und 5 Uhr für die Hälfte des Taxipreises Ziele in den Kreisen Kleve und Wesel und in angrenzenden Bereichen ansteuern und von dort aus auch wieder sicher nach Hause kommen. „Nach Anlaufschwierigkeiten wurde das Fifty-fifty-Taxi im Spätsommer und Herbst zunehmend besser angenommen“, sagte Bürgermeister Thomas Görtz am Donnerstag. Aus diesem Grunde haben sich die Projektpartner – die Sozial-Stiftung Xanten, die Volksbank Niederrhein, die Lions und das Taxiunternehmen Nagels – dazu entschlossen, diesen Service mit ihrer finanziellen Unterstützung weiter anzubieten. Schließlich müsse so ein Angebot auch erst einmal bekannt und von den Jugendlichen ausprobiert werden.

Fast zeitgleich verfolgen die Sozialdemokraten im Kreis Wesel ein ähnliche Projekt. Sie beantragen, den „Night-Mover 2.0“. Das ist ein Modell, das der Kreis Kleve seit 2012 erfolgreich anbietet. Ähnlich wie in Xanten können junge Menschen zwischen 16 und 26 Jahren dort am Wochenende sowie an gesetzlichen Feiertagen und an Karneval zwischen 22 und 6 Uhr vergünstigt Taxidienste nutzen. Der Kreis bietet dafür pro Person und Fahrt mit dem Taxi einen Zuschuss an. Dabei sollen mehrere Gutscheine je Fahrt eingelöst werden können, was Gruppenfahrten mit gleichem Ziel zusätzlich begünstigt. Die Gutscheine sollen die jungen Leute über eine Internetseite und über eine App nutzerfreundlich erwerben können.

„Diese Alternative ist sinnvoll, da ein ÖPNV-Angebot in den Abend- und Nachtstunden an Wochenenden und Feiertagen nicht wirtschaftlich angeboten werden kann“, begründet Gerd Drüten, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion, seinen Antrag. „Und mit Blick auf die Unfallstatistik ist es für junge Menschen eine sichere Alternative, nach einem geselligen Abend nach Hause zu gelangen.“

Auch Benedikt Lechtenberg, Vorsitzender der Jusos im Kreis Wesel, sagt: „Das Night-Mover-Modell macht Hoffnung auf mehr Mobilität für Jugendliche und junge Erwachsene.“

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