Xanten: Feuerwehr Birten rüstet auf

Xanten: Feuerwehr Birten rüstet auf

Die Löschgruppe rückt zur Zeit zusammen: Das alte Gerätehaus wird für 400.000 Euro saniert. Der Rohbau der Erweiterung ist bereits fertig, jetzt geht es an den Innenausbau. Die Arbeiten sollen im Herbst abgeschlossen sein.

Sie hätten in der neuen Umkleide noch Platz für acht Damen: Derzeit rücken die 25 Wehrmänner und die eine Wehrfrau Ute Ketteler (30) des Löschzuges Birten eng zusammen - aber wenn die Sanierung und Erweiterung des alten Gerätehauses an der Gindericher Straße einmal fertig ist, dann ist Schluss mit der räumlichen Enge in dem Gebäude: Dann hat man sich platztechnisch mehr als verdoppelt, von 100 Quadratmeter auf 220 Quadratmeter "aufgerüstet". Der Rohbau ist fertig, jetzt geht es an den Innenausbau und abschließend dann ans Einrichten von Küche, Gruppenleiter-Büro, Werkstatt und Schulungsraum.

Foto: Christoph Reichwein

Feuerwehr-Chef Markus Windhuis, der stellvertretende Löschgruppenführer Thomas Scheffler und Ingenieur Patrick Rogmann, der die Bauleitung hat, stellten das Projekt "Neues Gerätehaus" vor, das im städtischen Haushalt mit rund 400.000 Euro zu Buche schlagen wird.

Im Februar 2016 saßen Stadt und Feuerwehr erstmals zusammen und haben mit ersten Planungen begonnen. Im März 2017 hat der Rat der Stadt Xanten einstimmig die Kernsanierung des Feuerwehrgerätehauses beschlossen, im Oktoberhaben die Baumaßnahmen begonnen.

"Ich meine, die Einweihung war hier Anfang der 80er", glaubt Markus Windhuis, seit 2014 Chef der Xantener Feuerwehr, bei der es übrigens insgesamt 15 Frauen gibt. Das war vor mehr als 30 Jahren noch anders, da gab es noch keine Feuerwehrfrau und damit auch keine Notwendigkeit, getrennte sanitäre Anlagen inklusive Duschen und Umkleidemöglichkeit zu schaffen. "Und da haben wir noch mit Tafel und Kreide gearbeitet", sagt Thomas Scheffer augenzwinkernd und spricht den Schulungsraum an, der im Zuge der Maßnahme medientechnisch auf den neuesten Stand gebracht wird.

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Mini-Küche, Werkstatt, Umkleide, zwei Duschen, Schulungsraum: Alles war bis dato in einem größeren Raum im Gerätehaus untergebracht. Der neue Anbau wird Platz für eine 17 Quadratmeter große Küche bieten, für die Dusch- und Umkleideräume für die Dame(n) und die für die Herren, für einen Trockenraum - und für ein Büro des Löschgruppenführers Willi Kerkhoff. In den Umkleiden stehen demnächst Doppelspinde. "Das wird so von der Unfallkasse empfohlen", heißt es. Macht ja auch Sinn, wenn man seine persönlichen Kleidungsstücke getrennt von der Arbeitskluft aufbewahren kann.

Apropos Arbeitskluft: Davon hat jeder Wehrmann (und natürlich auch Wehrfrau Ute Ketteler) zwei, einen Satz "in dünn", eine Nomex-Überbekleidung für den Brandeinsatz. "Der hält auch eine Stichflamme aus", sagt Scheffler, seit 1994 bei der Feuerwehr. "Den habe ich bei der Jugendfeuerwehr Xanten unter meine Fittiche genommen", erzählt Markus Windhuis, der selber seit 35 Jahre Dienst bei der Freiwilligen Feuerwehr leistet und im Rathaus Sachbearbeiter für Brandschutz ist.

Ach ja: Glasfaser kommt auch ins neue Feuerwehrgerätehaus. Die Datenautobahn, so hoffen Bauingenieur Rogmann und mit ihm natürlich die Wehrleute, soll Ende August, Anfang September startklar sein.

Das Einweihungsfest wird es aber erst im nächsten Jahr geben: Dann nämlich, wenn die Löschgruppe ihren neuen Mannschaftstransportwagen, kurz MTF, bekommt und den alten aus dem Jahr 2000 ausmustern kann.

(jas)