Xanten: Feuer in Wallfahrtskirche schnell gelöscht

Xanten: Feuer in Wallfahrtskirche schnell gelöscht

An einem Opferstock brannten Anzündhölzchen für die Kerzen. Heftige Rußverschmutzungen selbst im Chorgestühl.

Große Aufregung Mittwoch am frühen Nachmittag in Marienbaum. Gleich mit mehreren Wagen rückte die Xantener Feuerwehr an. Gemeldet war ein Brand in der Wallfahrtskirche. Das Feuer war beim Eintreffen der Rettungskräfte zwar gelöscht, Rauch und Ruß allerdings drangen durch die ganze Kirche. "Mit normalen Reinigungskräften werden wir die Säuberung nicht schaffen", vermuteten Propst Klaus Wittke und Verwaltungsreferent Tobias Faasen nach der ersten Besichtigung.

Gegen 15 Uhr hatten Wallfahrer im Eingangsbereich der Mariä-Himmelfahrt-Kirche das Feuer entdeckt und Alarm geschlagen. Aus bislang unbekannten Gründen, so die Polizei, waren an einem Opferstock unten im Turm Anzündhölzchen für die Kerzen im angrenzenden Kerzenständer in Brand geraden oder sie waren gesteckt worden. Wie der Brand entstand, war auch Mittwochabend noch unklar. Die Ermittlungen laufen.

Ein Dachdeckermeister, der zufällig an der Kirche war, half gedankenschnell aus. Er löschte das Feuer mit seinem privaten Feuerlöscher. Die aus Indien stammende Pfarrschwester Ansa hatte noch eine Stunde zuvor in der Kirche nichts Besonderes bemerkt. Allerdings, so Propst Wittke, war die Kirche wegen des Festtags Aschermittwoch ganztägig geöffnet, ohne dass jede Ecke überwacht werden könnte.

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Eigentlich brannte es nur ganz kurz. "Aber die Zeit reichte aus, dass die gesamte Kirche mit einer erheblichen Menge Rauchgas gefüllt wurde", sagte Philipp Schäfer, Pressesprecher der Feuerwehr Xanten, die mit mehr als 40 Kräften im Einsatz war.

Neben dem Löschzug Xanten-Mitte und -Nord waren auch die Wehren in Lüttingen und Wardt alarmiert worden. Und weil es hieß, die Kirche stehe in Flammen, war auch der neue Drehleiterwagen der Alpener Wehr angefordert worden. Nach den Nachlöscharbeiten und dem Einsatz von Hochleistungslüftern konnte die Kirche wieder betreten werden. Der Dreck geht allerdings nicht von allein weg: "Der Rauch hat selbst das Chorgestühl stark verschmutzt, und der Ruß sich selbst im Tonnengewölbe festgesetzt", erklärten Wittke und Faasen nach der ersten Besichtigung. "Die Decke ist pechschwarz, das wird teuer." Allerdings: "Hauptsache, es kamen keine Menschen zu Schaden", sagt Propst Klaus Wittke.

(RP)
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