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Xanten: Evangelischer Kirche droht Pfarrer-Mangel

Xanten : Evangelischer Kirche droht Pfarrer-Mangel

Superintendent Hans-Joachim Wefers und die weiteren Synodalen informierten in Xanten über die Beschlüsse der Landessynode.

"Lobe den Herrn meine Seele". Erfrischend fröhlicher Gesang einer großen Gemeindegruppe stand am Beginn des umfassenden Berichtes über die Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland (EkiR) — und endete auch mit einem kräftige gesungenen Kanon "Komm, Herr Jesus sei unser Gast und segne, was du uns bescheret hast". Superintendent Hans-Joachim Wefers und seine Mitstreitern Elisabeth Schell, Karin Wilhem und Graf zu Eulenburg teilten sich die Berichterstattung und hatten neben fruchtbaren Diskussionsansätzen auch über weniger Gelungenes zu berichten.

Das Positivste aus regionaler Sicht stand gleich am Anfang — die von Beifall begleitete Mitteilung über die mit absoluter Mehrheit erfolgte Wahl des Sonsbeckers Helmut Schwerdtfeger (61) zum Mitglied der Kirchenleitung. Superintendent Christoph Pistorius (50) wurde als hauptamtliches Kirchenleitungsmitglied und Leiter der Personalabteilung des Landeskirchenamtes gewählt. Superintendent Hans-Joachim Wefers, der neben den Wahlergebnissen auch eine Deutung versuchte, sprach insgesamt von einer "guten Wahl". Diese Aussage bezog er rückblickend auch auf die Wahl des neuen Präses Manfred Rekowski — "wenn auch erst im dritten Wahlgang".

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Die Landessynode (=Kirchenversammlung), das Leitungsgremium der EkiR, die einmal jährlich tagt, setzt sich aus Abgeordneten der 38 Kirchenkreise der EkiR, den 38 Superintendent, drei Theologie-Professoren und den Mitgliedern der Kirchenleitung sowie einigen berufenen Mitgliedern zusammen und umfasst 214 stimmberechtigte Mitglieder, die hauptsächlich über Kirchengesetze und den landeskirchlichen Haushalt entscheiden. Hans-Joachim Wefers verschwieg in seinem Bericht nicht die Betroffenheit über Millionenverluste des Beihilfe- und Bezügezentrums (Bbz), die sich noch in der Klärung befinden. Der Superintendent aus Xanten hat den Vorsitz im Ausschuss Ökumene übernommen hat. Ein aktuelles Schwerpunkt-Thema bei Elisabeth Scholl betraf die "Inklusion": "Weg vom Mitleid, hin zu gleichem Recht".

"Organspende ist der Ausdruck von Nächstenliebe", forderte Karin Wilhem neben der Akzeptanz von Zustimmung oder Ablehnung "einen klaren, verlässlichen Ordnungsrahmen zum Transplantationsgesetz. Bei ihr wie auch in den Darlegungen von Graf zu Eulenburg kamen neben den allgemeinen Eindrücken die Belange des Gemeindelebens in den Blick, bis hin zu der Frage, welche Dienstkleidung zu welchen Anlässen die passende ist. Seine Zusammenfassung: "Es ist noch richtig viel zu tun und wir stehen vor Veränderungen, die wir nicht wegreden können." Dazu gehöre auch der in einigen Jahren absehbare Pfarrer-Mangel.

(tr)