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Engelbert Humperdinck in Xanten: Konzertreihe zum 100. Todestag wird fortgesetzt

Konzertreihe in Xanten : Humperdincks unbekanntere Seite

Der Komponist Engelbert Humperdinck ist durch seine Oper „Hänsel und Gretel“ weltweit berühmt geworden. Aber er schuf noch viele andere Werke. Zwei davon werden im November in Xanten gespielt, zusammen mit Stücken von anderen Komponisten. Damit wird die Konzertreihe zum 100. Todestag von Engelbert Humperdinck fortgesetzt.

In Xanten wird mit einer Konzertreihe an den Komponisten Engelbert Humperdinck (1854 bis 1921) erinnert. Der Auftakt war Ende August gewesen: Erfolgreich wurde die Märchenoper „Hänsel und Gretel“ in einer Bearbeitung für Blechbläserensemble aufgeführt. Nun präsentieren der Verein Stadtkultur Xanten und die Hochschule für Musik und Tanz Köln zwei weitere Konzerte. Hintergrund ist, dass Humperdinck nach 1877 einige Jahre in Xanten gelebt hatte und dass er vor 100 Jahren starb.

Am Samstag, 6. November, spielt das Oreneta-Quartett in der Besetzung Pierre Alvarez (Violine), Yuko Matsumoto (Violine), Hanna Breuer (Viola) und Arnau Rovira Bascompte (Violoncello) in der Klosterkapelle Mörmter ein außergewöhnliches Kammerkonzert. Auf dem Programm stehen zwei Werke: zum einen das Streichquartett C-Dur von Engelbert Humperdinck, das dieser ein Jahr vor seinem Tod schrieb und das ganz im Sinne der deutschen Romantik komponiert ist, zum andere das Streichquartett h-Moll von Kurt Weill, eines der frühen Werke des Komponisten aus dem Jahr 1918, damals noch Schüler von Humperdinck.

 Das Oreneta-Quartett spielt in der Besetzung Pierre Alvarez (Violine), Yuko Matsumoto (Violine), Hanna Breuer (Viola) und Arnau Rovira Bascompte (Violoncello).
Das Oreneta-Quartett spielt in der Besetzung Pierre Alvarez (Violine), Yuko Matsumoto (Violine), Hanna Breuer (Viola) und Arnau Rovira Bascompte (Violoncello). Foto: Oreneta-Quartett
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Die vier jungen Musikerinnen und Musiker des Oreneta Quartetts haben sich 2018 an der Hochschule für Musik und Tanz Köln zusammengefunden. Bereits ein Jahr später machten sie mit dem Gewinn des ersten Preises beim dortigen siebten Internen Kammermusikwettbewerb auf sich aufmerksam. Im Januar 2020 erspielte sich das Quartett im Finale des Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Hochschulwettbewerbs ein Stipendium der Elsa-Wera-Arnold-Stiftung. Vor ihrem Studium in Köln studierten sie an Hochschulen in verschiedenen Ländern Europas wie Frankreich, Norwegen, den Niederlanden und Deutschland.

Am Samstag, 20. November, erklingt in der beeindruckenden Atmosphäre des St. Viktor Doms in Xanten die „Wallfahrt nach Kevelaar“ für Soli, Chor und Orchester von Engelbert Humperdinck und die Messe Nr. 3 f-Moll von Anton Bruckner. Das Werk „Die Wallfahrt nach Kevelaar“ (heute Kevelaer) zählt zu den unbekannten Werken von Humperdinck. Die Komposition, die im Jahr 1878 entstand, basiert auf einer Ballade von Heinrich Heine, die dieser unter den Eindrücken eines Jugenderlebnisses in seinem „Buch der Lieder“ erstmalig veröffentlichte.

Im zweiten Werk an diesem Abend, in der Messvertonung f-Moll von Anton Bruckner, sind sinfonische Klänge, hohe Chorkunst und maximaler Ausdruck die prägenden Elemente. Noch als Domorganist im Linz schloss Bruckner die Komposition ab. Später widmete er sich der Gattung der Sinfonie, deren Elemente sich bereits in der f-Moll-Messe wiederfinden. Das Orchester, der Chor und die Solisten der Hochschule für Musik und Tanz Köln spielen unter der Leitung von Alexander Rumpf.

Beide Konzerte beginnen um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei. Um Spenden wird gebeten. Platzkarten gibt es bei der Tourist Information Xanten (Tix) an der Kurfürstenstraße 9. Es gilt die 2G-Regel: Besucher müssen genesen oder geimpft sein. Flankiert werden die Konzerte durch eine Ausstellung im Siegfriedmuseum Xanten, die die Nähe von Humperdinck zu Richard Wagner beleuchtet.

(RP)