Eiserne Hochzeit in Labbeck Eine Liebe, die seit 65 Jahren hält

Sonsbeck-Labbeck · Die Eheleute Ursel und Klaus Koch aus Labbeck feiern am Sonntag ihre Eiserne Hochzeit. Ihre gemeinsame Geschichte hat vor mehr als 65 Jahren in Duisburg begonnen, als der Montagearbeiter ein Geschäft betrat.

Klaus und Ursel Koch aus Labbeck feiern am Sonntag, 25. Februar, Eiserne Hochzeit.

Klaus und Ursel Koch aus Labbeck feiern am Sonntag, 25. Februar, Eiserne Hochzeit.

Foto: Hildegard van Hüüt

Es hat viele schöne Tage im Leben des Labbecker Ehepaares Ursel und Klaus Koch gegeben. An zwei dieser Tage erinnert sich das Paar besonders gern: „Unsere Goldhochzeit haben wir vor 15 Jahren mit vielen Gästen in der Gaststätte Gietmann gefeiert, zur Feier unseres Diamantenen Ehejubiläums durften wir viele Gäste im Landgut am Hochwald begrüßen“, erzählt Ursel Koch freudig. Der Prädikant der Evangelischen Kirche in Xanten, Jürgen Rosen, habe eine Ansprache gehalten und der Kirchenchor habe gesungen. Lebendig erzählen die Eheleute von den Feiern. Am Sonntag, 25. Februar, feiern Ursel und Klaus Koch nun ihre Eiserne Hochzeit, ein seltenes Ehejubiläum, von dem es im vergangenen Jahr nur knapp 700 in ganz Deutschland gab.

„Zu diesem Fest, das wir im Waldrestaurant Höfer begehen werden, werden nicht mehr ganz so viele Gratulanten kommen“, sagt die Jubelbraut. Sie freue sich aber, mit ihrem Ehemann Klaus auf schöne gemeinsame Stunden mit ihren drei Kindern Hans Jörg, Cordula und Helmut sowie den Schwiegertöchtern und dem Schwiegersohn. Weitere Verwandte, Freunde und Nachbarn seien ebenfalls willkommen, so das Paar. Erfreut sei es zudem, dass auch Bürgermeisterin Nadine Bogedain ihr Kommen zugesagt habe. Sie wird dem Paar eine Urkunde der Gemeinde, Blumen sowie den Glückwunschbrief des Ministerpräsidenten Hendrik Wüst überreichen.

Ihren Anfang hat die „lebenslange glückliche“ Beziehung in einem kleinen Laden der Mutter der Jubelbraut in Marxloh genommen. Es war im Jahre 1958, als Klaus Koch, der für seine Firma Demag Stahlbau auf Montage in Duisburg war, zum ersten Mal in das Geschäft kam und um ein halbes Brot, zwei Apfelsinen und ein Viertelpfund Butter bat. „Bei mir hat es sofort gefunkt“, sagt die Jubelbraut. Es dauerte nicht lange, bis beide ein Paar wurden. Schon am 25. Februar 1959 schlossen sie auf dem Standesamt in Duisburg-Hamborn den Bund fürs Leben.

Das Ehepaar führte ein arbeitsreiches Leben. So zog Ursel Koch nicht nur drei Kinder liebevoll groß, sondern betrieb gemeinsam mit ihrem Mann, der weiter im Stahlbau tätig war, eine Heißmangel im Nachmittagsbetrieb. Wann immer es ihre Zeit zuließ, fuhren die Eheleute mit ihren Kindern zum Waldcampingplatz Spetenkath in Labbeck, wo es so lange in einem Mobilheim lebte, bis das Eigenheim fertig war.

Hier habe sich die Familie von Anfang an wohl gefühlt. Schon bald nach dem Einzug ist Ursel Koch dem Kirchenchor, den Landfrauen und der Katholischen Frauengemeinschaft beigetreten. Auch wenn sie jetzt nicht mehr so aktiv sei, nehme sie noch gern an den Landfrauen-Aktivitäten im näheren Umkreis teil, erzählt sie. Freude hat das Paar an Spaziergängen bei gutem Wetter und an Geburtstagsfeiern mit den Nachbarn.

Sich für ihre Mitmenschen zu engagieren, hat den Kochs ebenfalls Freude bereitet. So unterstützten die nun 83-Jährige und der 87-Jährige noch im vorletzten Jahr ein Ehepaar in Sonsbeck bei der Versorgung von zwei ukrainischen Müttern mit sechs Kindern. Klaus Koch arbeitete bis vor Kurzem noch bei der Gruppe „Helfenden helfen“ mit.

Für ihre Zukunft wünschen sich die Eheleute, dass sie noch lange Zeit glücklich miteinander leben können, wobei sie der Achtung, dem Vertrauen, der Freude und der Liebe viel Bedeutung beimessen.

(hvh)
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