Eichenprozessionsspinner in Xanten: Biozid-Einsatz gegen Raupe mit gefährlichen Härchen

Eichenprozessionsspinner in Xanten : Biozid-Einsatz gegen Raupe mit gefährlichen Härchen

Der Eichenprozessionsspinner ist gefürchtet, weil seine Härchen die Haut und die Atemwege der Menschen reizen können. In Xanten setzt der städtische DBX deshalb ein Biozid gegen den Schädling ein.

Der städtische Dienstleistungsbetrieb (DBX) lässt Eichen im Stadtgebiet mit einem Biozid besprühen, um eine Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners zu verhindern. Verwendet wird das Baktierium Bacillus thuringiensis, durch das die Raupen der Nachtfalter sterben sollen, wie Christian Schmitz vom DBX auf Anfrage mitteilte. Das Mittel wird ihm zufolge schon seit Jahren eingesetzt, weil die giftigen Härchen des Eichenprozessionsspinners auch für Menschen gefährlich werden. Typische Symptome nach Kontakt sind laut Gesundheitsministerium Haut- oder Atemwegsreizungen sowie Bindehautentzündungen. Das Bakterium wirke nur beim Eichenprozessionsspinnner, sagte Schmitz und widersprach einer besorgten Anwohnerin, die unterstellt hatte, der DBX lasse Glyphosat spritzen: „Das ist Unsinn.“

Landesweit gehen viele Städte mit Bioziden gegen den Eichenprozessionsspinner vor. Auch der Landesbetrieb Straßen NRW ließ am Niederrhein an Eichen entlang von Bundes- und Landstraßen ein Bakterium versprühen, das die Tiere töte, wenn sie die Blätter fressen, erklärte eine Sprecherin. Die Raupen des Eichenprozessionsspinners gelten als Schädlinge.

(mit Material der Nachrichtenagentur dpa)

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