Entwicklungshelfer in Sonsbeck zu Gast Nikolausverkauf hilft Flutopfern

Sonsbeck · Die Erlöse der Sonsbecker Pfarrgemeinde kommen nun einer indischen Stiftung zu Gute.

  Das Ehepaar Dirk und Susanne Seeling-Zauskewitz .

Das Ehepaar Dirk und Susanne Seeling-Zauskewitz .

Foto: Christoph Reichwein (crei)

Dass am Sonntagmorgen eine große Zahl von Sonsbeckern, meist junge Familien, in das Pfarrheim der Maria-Magdalena-Gemeinde gekommen war, hatte einen besonderen Grund: Das Ehepaar Susanne Seeling-Zauskewitz und Dirk Seeling, das sich ehrenamtlich stark in der Entwicklungshilfe engagiert, war zu Besuch. Bedanken wollte sich das Ehepaar für eine Spende von mehr als 300 Euro, die dem gemeinnützigen Verein Global-Energy-Parliament-Deutschlandzentrum (GEP-D), in dem es mitarbeitet, jüngst übermittelt worden war.

Die Pfarrgemeinde hatte in Person von Pastoralreferentin Gertrud Sivalingam die Spende während der Adventszeit durch den Verkauf von Nikoläusen erwirtschaftet. Weitergeleitet wird die Fluthilfe-Spende an die indische gemeinnützige Stiftung Isa-Viswa-Prajnana-Trust (IVPT) mit Beraterstatus bei den Vereinten Nationen, eingesetzt wird sie in Absprache im Bundesstaat Kerala.

Was das Ehepaar Seeling allerdings nicht erwartet hatte, war eine weitere Spendenaktion, die die Schüler der JHW-Grundschule für diese Informationsveranstaltung auf den Weg gebracht hatten: An zwei Ständen boten die Neun- und Zehn-Jährigen der katholischen Religionsgruppe mit Unterstützung ihrer Lehrerin Deko-Artikel an, die sie teilweise im Unterricht, teilweise mit ihren Eltern zu Hause kreiert hatten.

Auch der Eine-Welt-Kreis bot seine gängigen Produkte zum Kauf an, für den Sonntagmorgen hatte der Kreis, für den unter anderem Brigitte Ripkens und Annette Hombücher tätig waren, indische Verkaufsartikel auf einem Extra-Tisch zusammengestellt. Das Pfarrheim lud mit indischen Waffeln, frischem Kaffee sowie Tee zum Verweilen ein.

Die ersten Filmaufnahmen, die das Ehepaar Seeling dann präsentierte, machten die Zuschauer betroffen. Die Seelings hatten die große Flutkatastrophe im August des vergangenen Jahres nämlich vor Ort, in Kerala an der tropischen Malabar-Küste, miterlebt. Riesige Wassermengen stürzten auf die Häuser ein und ließen sie wie Papphäuschen wegschwimmen. Es werden Jahre vergehen, bis die Gemeinden wieder aufgebaut sein werden. Der Wiederaufbau soll auch den Bedingungen eines nachhaltigen Prozesses unterstellt sein, was sehr viel Geld kosten wird.

Das Ehepaar arbeitet zudem schwerpunktmäßig an der Entwicklung der Schule „Isa Viswa Vidyalayam“ in Südindien mit. Diese Schule hat zusätzlich zum normalen Lehrplan ein besonderes, einzigartiges Bildungskonzept. Durch dieses lernen die Schüler nicht nur Fakten. Sie entwickeln zudem ein Verständnis, dass sie ein Teil dieser Welt  sind. Das lasse die Schüler zu verantwortlichen und empathischen Mitgliedern der Gesellschaft werden, heißt es im Konzept. Die Filmaufnahmen boten einen Einblick in das nicht ganz alltägliche Schulleben.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort