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Die Grundschule in Sonsbeck ist digital gut aufgestellt

Grundschule in Sonsbeck : Lernen mit der Robo-Biene

Die Grundschule in Sonsbeck hat technisch ordentlich aufgerüstet. Der Schulausschuss war zu Gast, um die Neuerungen kennenzulernen. Und die Politiker hatten sichtlich Freude am Lernen.

Wenn es in der Politik doch nur auch manchmal so einfach wäre: Zweimal drücken auf den Pfeil nach vorn, einmal auf den Pfeil zur Seite – und schon bewegt sich der blau leuchtende und freundlich dreinschauende Roboter in die richtige Richtung. Die Mitglieder des Schulausschusses hatten in der Klasse 2 a von Lehrerin Denise Einecke sichtlich Spaß an den sogenannten Blue-Bots. Vor der Ausschusssitzung verschafften sie sich einen Eindruck davon, mit welchen technischen Neuerungen die Kinder an der Sonsbecker Grundschule lernen.

Und lehrreich sind die Robo-Bienen, wie sie liebevoll von den Kindern genannt werden, allemal, verdeutlichte Einecke: „Mit den kleinen Bienen lernen schon die Erstklässler zu programmieren.“ Die Blue-Bots verfügen über die Richtungstasten Vorwärts, Rückwärts, Links- und Rechts-Drehung. Per Knopfdruck können die Kinder damit eine Abfolge von Bewegungen speichern. Zur Anwendung kommen die Krabbler auf speziellen Karten. „Auf der Piratenmappe kann ich den Kindern zum Beispiel auftragen, von der Kanonenkugel bis zur Flagge zu laufen“, verdeutlichte die Lehrerin. Andere Mappen zeigen eine Karte von Deutschland, womit die Grundschüler spielerisch ihr Bundesland kennenlernen, oder sie beinhalten Buchstaben, so dass beim Programmieren auch Schreiben gelernt wird.

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Dank des Digitalpakts konnte die Grundschule technisch ordentlich aufrüsten. Für die Erst- und Zweitklässler stehen 62 iPads bereit. In den Klassenräumen hängen Leinwände mit Beamer und Dokumentenkamera. „So können wir Aufgaben oder Lösungen zoomen und für alle gut sichtbar bearbeiten“, sagt Einecke. Der Zugang ins Internet sei ebenso möglich wie eine Filmvorführung. „Die Wände sind eine super Erleichterung für uns Lehrer.“

Die Großen, die Jahrgänge drei und vier, wurden mit digitalen Viewboards ausgestattet. Durch eine eingerichtete Cloud können Tafelbilder Zuhause erstellt und in der Schule am Board geöffnet werden. „Die Arbeitsmotivation bei den Kindern ist hoch“, sagt Teresa Fledder, Klassenlehrerin der 3 b. Zudem besitzt die Schule nun 15 kleine Roboter, die auf den Namen Dash hören. „Mit den zugehörigen Apps, die auf den schuleigenen iPads zu finden sind, erweitern die Kinder ihre ersten Programmierkenntnisse“, so Fledder.

Sechs Greenscreenboxen mit passender Leinwand lassen Referate und Vorträge lebendig werden. „So stehen die Schüler nach wenigen Klicks beispielsweise vor dem Brandenburger Tor und können dieses präsentieren“, erklärt Fledder. Wer nicht gerne selbst vor der Kamera steht, kann kurze Stop-Motion-Filme mit Spielfiguren erstellen.

Was fürs Auge sind auch die Merge Cubes, die die Gemeinde für die Erst- und Zweitklässler angeschafft hat. Durch Drehen der Würfel können die Kinder in 3 D je nach App das Sonnensystem erkunden, durch den menschlichen Körper reisen oder die Pyramiden erforschen.

(beaw)