Sonsbeck: Die Grüne Perle glänzt wieder

Sonsbeck: Die Grüne Perle glänzt wieder

Ganz so viel Müll wie früher wird zwar nicht mehr in die Gegend geworfen. Dennoch hatten die Helfer beim Dorfaktionstag in Sonsbeck ordentlich zu tun. Geschätzte zwei Tonnen Unrat wurden gesammelt.

Aufatmen am Samstagmorgen in Sonsbeck. Es war zum Glück kein Schnee gefallen. Zwar war es kalt, manche Finger klamm, aber dank wärmender Getränke war dies kein großes Problem. 60 bis 70 Helfer traten pünktlich um neun am Neutorplatz an, um ihren Ort von Müll und anderen Hinterlassenschaften zu befreien. Mit dabei waren Vertreter der Sonsbecker Gemeindeverwaltung, der Vereine und viele andere Bürger, die mit anpacken wollten.

Erfreuliche Bilanz der letzten Jahre: Es wird weniger weggeworfen. Wurden früher bei den Aktionstagen jeweils um die vier bis fünf Tonnen Müll gesammelt, so wurde die Ausbeute vom Samstag auf "lediglich" etwa zwei Tonnen geschätzt. Der Müll wurde zum Neutorplatz gebracht, wo ein großer grüner Müllwagen der Firma Schönmackers stand. Autoreifen, Altmetall und viel Unrat wurden fachgerecht entsorgt.

Die Stellen, wo es sich besonders lohnte, nach Müll zu suchen hatten die Mitarbeiter der Gemeinde ausgekundschaftet. Es gibt sie leider immer noch, die berüchtigten Ecken. Und die Engagierten haben mittlerweile auch ein scharfes Auge. "Da ist was in der Hecke", bemerkte Hartmut Stephan, einer der vielen Sammler. Gemeinsam mit Max Senner machte er sich mit Eimer und Greifzange auf, um die Ecke am Neutorplatz zu durchkämmen. Der Eimer war schnell gefüllt. Plastikflaschen machten einen Großteil des Gesammelten aus. Auch die Regenwasser-Rückhaltebecken werden leider immer wieder als Müllkippe zweckentfremdet. An den strategisch wichtigen Punkten waren die vielen Gruppen unterwegs im gesamten Gemeindegebiet unterwegs, nicht zu übersehen mit Zange und Eimer.

Nach und nach trafen alle auf dem Neutorplatz ein und übergaben den gesammelten Müll in den Wagen. Besonders Findige hatten gleich die eigene Mülltonne auf einem Hänger installiert und leerten diese in das Müllfahrzeug aus.

Lohn der Arbeit war zur Mittagszeit eine Suppe, dieses Mal gestiftet von Kalscheur. Und eine saubere Gemeinde.

(RP)