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Deutsche Meisterschaft der Jugendfeuerwehr 2019 in Xanten: 31 Teams kämpfen um den Titel

Deutsche Meisterschaft in Xanten : Jugendfeuerwehren kämpfen um den Titel

Hunderte Nachwuchs-Einsatzkräfte aus ganz Deutschland sind nach Xanten gekommen, um gegeneinander anzutreten. Es gibt zwei Disziplinen.

Die Mädchen und Jungen aus Lutzerath machen zum ersten Mal mit. „Dass wir uns direkt für die Deutsche Meisterschaft qualifizieren, damit hat keiner gerechnet“, sagt Elias Häring (15) von der Jugendfeuerwehr in Lutzerath, einem kleinen Ort in Rheinland-Pfalz. Nun sind sie in Xanten und treten gegen die anderen Jugendfeuerwehren an, die sich in den Vorentscheiden durchgesetzt haben. Vorbereitet sind die zehn Mädchen und Jungen im Alter von zehn bis 18 Jahren, in den vergangenen Monaten haben sie wöchentlich dreimal trainiert, berichtet Marc Pumple, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr (FFW) Lutzerath. Aber es wird schwer: Die Löschübung sei machbar, der Staffellauf werde anstrengender sein, vermutet Elias Kellershoff (14). „Im Staffellauf fällt die Entscheidung.“

Rund 600 Mädchen und Jungen aus ganz Deutschland sind nach Xanten gekommen, um an der Deutschen Meisterschaft der Jugendfeuerwehren teilzunehmen. Am heutigen Samstag trainieren die Mannschaften im Fürstenbergstadion, am Sonntag sind dort auch die Wettkämpfe. „Die Stimmung unter den Jugendlichen ist mehr als gut, alle freuen sich auf das Wochenende“, berichtet Antje Koch von der Deutschen Jugendfeuerwehr am Freitag. „Wir hoffen, dass viele Xantener zum Zuschauen kommen und Stimmung machen.“ Bürgermeister Thomas Görtz kündigt sich direkt für beide Tage an, als er am Freitagabend den Wettbewerb eröffnet. Er sei stolz darauf, dass die Stadt drei Tage lang „so etwas wie die Hauptstadt der Jugendfeuerwehr ist“.

Mehr als 30 Teams haben sich in den vergangenen Monaten über Landes- und Kreisentscheide für den Bundeswettbewerb qualifiziert. Sie kommen aus Bergweiler-Sotzweiler, Brigachtal, Villingen-Schwenningen, Radeberg und Strohkirchen. Xanten hat es nicht geschafft, aus NRW sind dagegen die Teams aus Stemwede/Haldern-Arrenkamp und Stemwede/Drohne-Dielingen dabei, wenn die Jugendfeuerwehren am Sonntag um den Titel kämpfen. Zwei Aufgaben müssen die Mannschaften lösen: Zum einen müssen sie innerhalb von sechs Minuten eine Löschübung absolvieren. Dabei achten Wertungsrichter darauf, wie die Jugendlichen die einzelnen Aufgaben ausführen, einen Schlauch verlegen und anschließen. Zum anderen müssen sie so schnell wie möglich einen 400-Meter-Staffellauf meistern. Es wird auf Sekunden ankommen: Nach 1,20 bis 1,30 Minuten dürften die Teams das Ziel erreichen.

Der Bundeswettbewerb wird seit 1975 ausgetragen, jedes Jahr in einer anderen Stadt. Parallel dazu findet die Delegiertenversammlung der Deutschen Jugendfeuerwehr statt. Etwa 200 Vertreter und Gäste diskutieren am Samstag über Verbandsthemen. Die Jugendfeuerwehr des Kreises Wesel und die Freiwillige Feuerwehr Xanten organisieren die gesamte Veranstaltung, die Stadt unterstützt sie dabei. Die teilnehmenden Jugendlichen schlafen auf Feldbetten in Klassenräumen der Gesamtschule Xanten-Sonsbeck. Morgens, mittags und abends bekommen sie Essen in der neuen Mensa. „Das gesamte Wochenende könnte nicht besser vorbereitet sein“, sagt Koch. Bundesjugendleiter Christian Patzelt dankt den Organisatoren für ihren Einsatz: „Es ist nicht selbstverständlich, eine solche Veranstaltung für Jugendliche und Verbandsakteure komplett ehrenamtlich auf die Beine zu stellen.“ Xanten habe seine Gäste sehr herzlich empfangen. „Ich bin jetzt schon traurig, dass wir am Sonntag wieder abreisen müssen.“