Xanten: Der Schlüssel zu allem

Xanten: Der Schlüssel zu allem

Die Nord-Westumgehung Xanten ist fertiggestellt. Gestern wurde das letzte Teilstück zwischen der Kreuzung Salmstraße in Lüttingen und der Einmündung in die alte B 57 bei Treffler offiziell für den Verkehr freigegeben.

Zum Varusring führt noch kein Navigator — was sich aber bald ändern soll, wie Bürgermeister Christian Strunk gestern Mittag hoffte. Und im Rückblick auf die politisch qualvolle Entstehungsgeschichte dieser Straßenplanung schmunzelte er: "Ein Jahrhundertprojekt."

Ein besonderer Tag

Gemeinsam mit allen, "die zum Gelingen beigetragen haben", schnitt er das symbolische Band durch. Sein besonderer Dank galt den Mitarbeitern des Landesbetriebs Straßen NRW, den Abgeordneten im Bundes- und im Landtag und insbesondere den eigenen Leuten in der Verwaltung. "Es ist für so ein kleines Haus wie das unsere nicht selbstverständlich, ein so großes Projekt zu stemmen." Christian Strunk gestand, dass der Fertigstellungstermin auch für ihn persönlich ein besonderer Tag ist: "Ich habe vom ersten Tag meiner Amtsübernahme an daran gearbeitet, dass diese Straße gebaut werden konnte."

Die Verve des Bürgermeisters verwundert nicht, denn das Straßenprojekt einschließlich der Verlegung der B 57 hinter den Archäologischen Park (APX) ist der Schlüssel für die weitere Entwicklung der Stadt. Von der Verlegung der Bundesstraße hat der Landschaftsverband den Bau des RömerMuseums abhängig gemacht; denn nun kann die antike Stadt Colonia Ulpia Traiana beidseitig der alten Bundesstraße zusammengelegt und die Agenda 2010 des LVR umgesetzt werden. Das RömerMuseum wurde in diesem Sommer eröffnet. Mit den ersten Vorbereitungen der Zusammenlegung im Bereich Biermanns Mühle hat der LVR begonnen.

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Die neue Bundesstraße führt jetzt von Treffler am APX vorbei bis zum Nordkreisel auf der alten B 57. Mit dieser Planung wurde die Fortsetzung als Trajanring (Westumgehung) vom Kreisel bis zum Röschen und die Verbindung mit dem Gewerbegebiet über den Maulbeerkamp erst möglich. Gleichzeitig konnte die Stadt die Anbindung der Salmstraße und deren teilweise Erneuerung in einem Zug erledigen.

Kreisverkehr im Februar

Bereits im Februar 2009 sollen die Arbeiten am Kreisverkehr in Höhe der Esso Tankstelle beginnen. Damit werden die Voraussetzungen für den neuen Eingang zum APX mit Besucherzentrum auf der alten B-57-Trasse zwischen Esso und dem Nordwall geschaffen. Dort wird auch ein Parkplatz mit 220 Stellplätzen entstehen. Vom Besucherzentrum aus wird es einen Fußgängerweg durch den Nordwall in die Brücker Straße geben. Mit etwas Glück wird bereits im nächsten Jahr am neuen Kreisverkehr auch ein Hotel gebaut. Derzeit untersucht der Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung die Flächen auf Börgers Wiese vor Theunissen nach Hinterlassenschaften aus dem 2. Weltkrieg. Auf Teilen der alten B 57 am Ostwall werden Anfang des Jahres Parkplätze markiert. Knapp 70 sollen es werden; die Zuwegung ist bereits ausgebaut.

(RP)
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