Der Niederrheiner (RB 31): Nordwestbahn gibt Fahrplan mit Ersatzbussen bekannt

Der Niederrheiner (RB 31) : Fahrplan mit Ersatzbussen steht

Die Nordwestbahn hat den Fahrplan für die kommenden zweieinhalb Monate veröffentlicht. Pendler müssen sich morgens auf eine längere Fahrt einstellen. Nachmittags rollt der Zugverkehr wie gewohnt.

Die Nordwestbahn (NWB) hat bekanntgegeben, welche Fahrten ab kommenden Montag auf der Strecke des „Niederrheiners“ (RB 31) von Bussen übernommen werden: Montags bis freitags kommt der Bus auf der Hinfahrt nach Duisburg jeden Tag sechsmal zum Einsatz. Am Samstag ist er neunmal und am Sonntag sowie an Feiertagen achtmal unterwegs.

In der Woche setzt die NWB vor allem am Morgen und bis zum frühen Vormittag Busse ein. Wer sonst den Zug um 6.21 Uhr in Xanten genommen hat, damit er um 7.15 Uhr in Duisburg ist, muss nun den Expressbus um 6.08 Uhr nehmen und ist dann um 7.15 Uhr in Duisburg. Er ist also statt 54 nun 67 Minuten unterwegs. „Wir haben natürlich beim Erstellen des Konzeptes die infrastrukturellen Gegebenheiten wie Staus berücksichtigt“, sagte NWB-Pressesprecherin Karin Punghorst am Donnerstag auf Anfrage unserer Redaktion. „Wenn es nun aber zu einer Massenkarambolage kommt, steht auch unser Bus im Stau.“ Der Nachmittag ist für Pendler entspannter: Alle Züge, die ab 15 Uhr in Xanten oder in Duisburg starten, fahren nach Plan.

Wochentags

Zu den starken Pendlerzeiten, gibt es zwei Busleistungen: Der Expressbus startet täglich von montags bis freitags um 6.08 Uhr in Xanten. Er hält in Alpen und Millingen zum Ein- und Ausstieg und fährt dann bis Rheinberg weiter. Von dort geht es ohne Zwischenhalt direkt nach Duisburg.

Der erste reguläre Ersatzbus startet um 6.21 Uhr in Xanten mit Halt in Alpen, Millingen und Rheinberg zum Ein- und Ausstieg. Ab Moers (Bussteig 5 C) geht es dann weiter zur Endstation Rheinhausen. In Trompet und Rumeln ist nur das Aussteigen eingeplant.

Um 8.38 Uhr, 10.38 Uhr, 12.38 Uhr und 14.38 Uhr fahren Busse von Moers bis Rheinhausen. Dort sollen die Fahrgäste dann auf die Linien RB 33 und RE 42 nach Duisburg umsteigen.

Samstags

Die Busse fahren in Moers um 1.32 Uhr und um 2.32 Uhr ab in Richtung Duisburg. In Trompet, Rumeln und Rheinhausen können die Fahrgäste ein- und aussteigen.

Expressbusse fahren um 5.23 Uhr und 7.23 Uhr in Xanten ab und halten bis Moers in Alpen, Millingen und Rheinberg zum Ein- und Ausstieg. Ab Moers (Abfahrt um 6.15 Uhr und um 8.15 Uhr) fahren die Expressbusse ohne Zwischenhalt direkt bis Duisburg durch.

Die Verbindung Moers-Duisburg wird um 6.18 Uhr, 8.18 Uhr, 9.38 Uhr, 10.38 Uhr und um 11.38 Uhr bis Rheinhausen mit Bussen bedient. In Trompet und Rumeln können die Fahrgäste ein- und aussteigen. In Rheinhausen geht es für sie dann weiter mit den Linien RB 33 und RE 42 nach Duisburg.

Sonntags und feiertags

Expressbusse starten um 7.23 Uhr, 9.23 Uhr und um 12.23 Uhr in Xanten und halten bis Moers an allen Unterwegsbahnhöfen zum Ein- und Ausstieg. Ab Moers (Abfahrt um 8.15 Uhr, 10.15 Uhr und 13.15 Uhr) fahren die Expressbusse ohne Zwischenhalt direkt bis Duisburg durch. Wer nachts unterwegs ist: Zwei Zwischentakte (Abfahrt in Moers um 1.32 Uhr und um 2.32 Uhr) werden durch Busse bis Duisburg mit Halt in Trompet, Rumeln und Rheinhausen zum Ein- und Ausstieg ersetzt.

Bei drei Zwischentakten (Abfahrt in Moers um 8.18 Uhr, 10.18 Uhr und 13.18 Uhr) fahren Busse bis Rheinhausen mit Halt an allen Unterwegsbahnhöfen zum Ein- und Ausstieg. Ab Rheinhausen sollen die Fahrgäste dann wieder auf die Linien RB 33 und RE 42 nach Duisburg umsteigen.

Der Grund dafür, dass die NWB momentan nicht alle Fahrten mit Zügen leisten kann, ist der Lokführermangel des Unternehmens. „Mit dem Bus-Konzept wollen wir für Stabilität sorgen und dafür, dass unsere Kunden planen können. Die Busse sollen aber nicht dauerhaft eingesetzt werden“, sagte Punghorst.

Die NWB setzt Niederflurbusse ein. Personen mit eingeschränkter Mobilität bittet das Unternehmen, sich so früh wie möglich anzumelden. Fahrräder können in den Bussen nicht transportiert werden. „Wir haben die Busse so gewählt, dass das Konzept aufgeht“, sagte Punghorst. Niemand müsse am Bahnhof stehen bleiben, die eingesetzten Busse seien groß genug für alle Fahrgäste.

Die CDU hatte schon in der vergangenen Woche, als die NWB ihr Bus-Konzept bekanntgegeben hatte, angekündigt, dieses nicht zu akzeptieren. Ein Schienenersatzverkehr vom 18. Februar bis zum 30. April wolle die Partei nicht hinnehmen. Sie ziehe eine Kündigung der NWB in Betracht.

Die Grünen in Rheinberg halten das nicht für eine Lösung. „Drohungen aus dem politischen Raum in Richtung Kündigung der NWB helfen wenig und bergen nur die Gefahr, dass die Bahnstrecke ganz aufgegeben wird, was für uns Bürger des Niederrheins eine Katastrophe wäre“, teilte Dagmar Krause-Bartsch am Donnerstag mit.

Auch der Ortsverband der Grünen in Xanten sieht dringenden Handlungsbedarf. „Die Lösung über einen Schienenersatzverkehr ist dauerhaft nicht akzeptabel“, sagte Grünen-Vorstandssprecher Frank Seitz. Die Xantener Grünen fordern, dass der Bürgermeister und die Verwaltung eine klare Position beziehen. Gemeinsam solle Druck auf die NWB ausgeübt werden.

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