Xanten: Dem Traumberuf ein Stück näher

Xanten: Dem Traumberuf ein Stück näher

Merrit Holzum (16) möchte später mal was mit Medien machen. Für die RP war sie am Samstag beim Tag der Berufe in Xanten.

Die Wirtschaftsförderung der Stadt Xanten veranstaltete zusammen mit der Walter-Bader-Realschule, der Gesamtschule Xanten-Sonsbeck und der Privaten Mädchen-Realschule Xanten zum 15. Mal den Tag der Berufe. Im Forum der Gesamtschule Xanten-Sonsbeck präsentierten insgesamt 47 verschiedene Betriebe aus der Region ihre Organisationen und ihre Arbeit. Ich habe mich auf den Weg gemacht, um mir die verschiedenen Angebote anzusehen und mich dort über meine Traumberufe zu informieren.

Mein erster Eindruck der Veranstaltung: sehr modern und vielseitig. Auch RP-Fotograf Armin Fischer berichtet, dass der Tag am Anfang sehr klein war und über die Jahre gewachsen ist. Die einzelnen Stände sehen ansprechend mit großen Aufstellern, Flyern und Werbeartikeln aus. Zu Beginn werde ich auch schon von Vertretern eines Betriebs angesprochen, welcher mich eigentlich gar nicht unbedingt interessiert. Ich höre mir trotzdem den Vortrag zur medizinischen Fachangestellten an und nehme mir auch Unterlagen dazu mit - kann ja nicht schaden.

Ein paar Schritte weiter ist der Stand von "Rossimedia" aufgebaut. Die beiden Experten erklären mir, was genau man bei ihnen macht. Sie sind verantwortlich für die Beratung und Gestaltung von Flyern, außerdem für den Druck dieser Produkte. Ich frage noch einige Dinge nach, beispielsweise erfahre ich, dass ich die Möglichkeit hätte, ein Tagespraktikum in der Grafikdesign-Abteilung zu machen. Das hört sich gut an, denn mein momentaner Traumberuf soll in Richtung Medien oder Design gehen.

Aber auch zu meinem vorherigen Traumberuf, Grundschullehrerin, erfahre ich auf dem Tag der Berufe in Xanten einiges. Eine Frau vom Berufskolleg Placidahaus Xanten erklärt mir das Schulsystem: die drei Jahre, die man dort verbringt, sind kostenlos, allerdings verdient man während dieser Zeit auch nichts. In den ersten beiden Jahren ist der Schwerpunkt vorgegeben und man hat jeweils ein achtwöchiges Praktikum. Im letzten Jahr ist es genau umgekehrt, nur acht Wochen Schule mit einem selbst gewählten Schwerpunkt und die restliche Zeit Praktikum. Dieses System finde ich sehr interessant und spannend. Deshalb nehme ich mir auch einige Unterlagen mit.

Beim Tag der Berufe gibt es eine große Spanne unterschiedlichster Berufe - vom Gärtner über Handwerker bis hin zur Bundeswehr -, hier findet wirklich jeder etwas für sich. Dementsprechend ist die Veranstaltung auch gut besucht. Überall sind Jugendliche mit Prospekten und Werbeblättern unterwegs und auch die Erwachsenen sind fasziniert, beispielsweise von dem Tisch von "IMI Precision Engineering", wo jeder mal ein paar Knöpfe drücken oder kleine Experimente mitverfolgen kann. Einige Stände sind besonders beliebt, der von dm zum Beispiel, wo man geschminkt werden kann oder beim Schornsteinfeger, wo ein Experte mit typischer Berufsbekleidung ein sehr interessantes Bild abgibt.

  • Xanten : Tag der Berufe im Forum der Gesamtschule

Ein weiterer Aspekt, über den ich mehr erfahren konnte, waren die Möglichkeiten für die Überbrückung der Zeit zwischen Schule und Studium. Ich konnte einige Prospekte über ein freiwilliges Soziales Jahr, über Bundesfreiwilligendienst und Praktika sammeln. Dabei fragten viele nach meinen Interessen oder Schwerpunkten in der Schule und schlugen mir dazu ein passendes Programm ihres Betriebs vor.

Wenn ich zurückblicke auf diese Aktion, habe ich nur positive Gedanken. Meine Fragen wurden immer ausführlich geklärt und meine Interessen immer mit einbezogen. Es war zu jeden typischen und auch zu einigen untypischen Berufsbranchen jemand vor Ort und ich wurde automatisch dazu verleitet, bei Betrieben vorbeizuschauen, die mich vorher eigentlich nicht interessierten, so dass ich nun viele Möglichkeiten für einen zukünftigen Beruf sehe.

Außerdem werde ich mich für das Praktikum bei "Rossimedia" bewerben und über ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) informieren. Dazu habe ich jetzt viele Webseiten, Telefonnummern und Adressen, wo ich mehr über die einzelnen Betriebe erfahren kann, was mir die Informationssuche erleichtern wird.

Autorin Merrit Holzum (16) aus Rheinberg ist Schülerin am Amplonius-Gymnasium. Seit einem halben Jahr ist sie zudem freie Mitarbeiterin für die RP-Lokalredaktion Xanten/Rheinberg.

(mho)