Xanten: Das Marienbaum-Design

Xanten: Das Marienbaum-Design

Schilder und Wegweiser in den Farben Mariens: blau und weiß. Radrouten, Broschüren zur Besucherinformation, Projekte zum Miteinander im Dorf – die Zukunftswerkstatt Marienbaum stellte ihre Ergebnisse vor.

Marienbaum Grundtenor der Arbeiten ist die Betonung der Eigenständigkeit als Wallfahrtsort – auch wenn's Xanten Tourist Information (TIX) gerne anders sähe, wie Klaus Hagedorn vom Leitungsteam der Zukunftswerkstatt erläuterte. "Die möchten alles einheitlich auf Xanten abstimmen."

Doch dies war nie die Intention der Zukunftswerkstatt, die seit 2007 an einem Dorfentwicklungskonzept für den Wallfahrtsort als Lokale Agenda 21 arbeitet. Montagabend wurden erste Ergebnisse bei einem sehr gut besuchten Informationsabend in der Marien-Grundschule präsentiert.

Beschilderungssystem: An den Ortsein- und -ausgängen sollen die alten Schilder gegen neue ausgetauscht werden. Die neuen Tafeln tragen als zentrales Element die Abbildung der Madonna und die Aufschrift Wallfahrtsort Marienbaum. Abbildungen vom gelungenen Design fanden Zustimmung in der Versammlung. Die Schilder sind 1,80 Meter breit und 2,20 Meter hoch. An der Wallfahrtskirche wird eine Info-Tafel aufgestellt, einzelne Objekte (Wallfahrtsheim, Museum) sollen nach und nach beschildert werden. Das einheitliche Design wird im gesamten Ort auch für Radwege durchgehalten. Für die Startphase werden mit Kosten in Höhe von rund 13 500 Euro gerechnet. Dafür werden Spenden gesammelt.

Projekt Radwege / Tourismus: Die Arbeitsgruppe kam mit der Arbeit am Radweg entlang der Labbecker Straße trotz einer Liste mit 1250 Unterschriften nicht weiter. Die Unterschriftenliste ist bei Minister Wittke ergebnislos gelandet; der Regionalrat der Bezirksregierung gibt dem Projekt nur Platz 66 auf der Prioritätenliste. Hoffnung besteht, einen Radweg auf der alten Bahntrasse zwischen Marienbaum und Xanten zu erreichen. Die Weiterführung nach Kleve scheint unerreichbar. Kalkar überlegt noch eine Beteiligung, Bedburg-Hau und Kleve sind nicht interessiert. Dafür werden mit dem Routenplaners NRW familientaugliche Radtouren rund um Marienbaum ausgearbeitet. Zusätzlich werden Themenrouten im Dorf ausgearbeitet.

Zusammenwachsen von Kindergärten und Schule: Mit gemeinsamen Aktionen rückten die Einrichtungen schon im vergangenen Jahr enger zusammen. Schulleiterin Maria Evers stellte die Aktionen vor und berichtete, dass in diesem Jahr ein gemeinsamen "Waldprojekt" mit einem Förster auf der Agenda steht.

(RP)
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