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Das Kleinod Evangelische Kirche in Mörmter kann man jetzt umlaufen

Denkmäler in Xanten : Rundweg um die Kirche in Mörmter

Förderverein und Evangelische Kirchengemeinde haben einen interessanten Pfad angelegt. Denkmalbehörde hat die Pläne abgesegnet. Das Umfeld soll noch begrünt werden, um das „Kleinod“ noch attraktiver machen.

Mitstreiter des Fördervereins, einige Anwohner, Vertreter des Presbyteriums und der Evangelischen Kirchengemeinde waren zur Einweihung des Rundeweges um die Kirche am Düsterweg gekommen.

„Eigentlich wollten wir ja unser zehnjähriges Bestehen feiern. Da hat uns aber Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht“, sagte Sabine Sweetsir als Vorsitzende des Fördervereins bei der Begrüßung. Gleiches gelte für das geplante Gitarrenkonzert, das für eine Open-air-Veranstaltung nicht geeignet sei. Seit zwei Jahren habe man im Förderverein überlegt, „wie man das Umfeld der Kirche attraktiver gestalten kann“, beschrieb Sweetsir den Ausgangspunkt der Überlegungen zur Gestaltung des Weges. „Wir machen einmal im Jahr eine Grünpflegeaktion. Aber das reicht nicht.“

Für eine „höheren vierstelligen Betrag“ – der größere Anteil kam vom Förderverein, der andere von der Kirchengemeinde – begann man im Mai mit den Maßnahmen. In Zusammenarbeit mit der Xantener Firma Lukas Buth und unter Begleitung von Kirchbaumeister Dr. Peter Kiezle wurde ein 90 Meter langer Weg um das Kirchlein mit „besonderem Splitt“ angelegt. Der Untergrund wurde dann verfestigt, so dass er am Ende „eine wassergebundene Decke aufweist“, wie Sweetsir auf dem Rundgang erläuterte.

 Sabine Sweetsir (r.), Vorsitzende des Fördervereins, dahinter Pastorin Ulrike Dahlhaus und Vize-Vorsitzende Elke Hußmann.
Sabine Sweetsir (r.), Vorsitzende des Fördervereins, dahinter Pastorin Ulrike Dahlhaus und Vize-Vorsitzende Elke Hußmann. Foto: Fischer, Armin (arfi )/Fischer, Armin ( arfi )

Aktiv am Projekt beteiligt waren auch Wilhelm van Zadelhoff und Alois Jansen vom Förderverein. „Wir haben eine Spitzmauer neu gesetzt, die eingefallen war. Das Ganze wird jetzt noch mit Erde befüllt und bepflanzt“, erläuterte Jansen unterwegs. Wo früher Brennnesseln wucherten, verläuft jetzt der aufgeräumte Weg entlang der rechten Kirchenseite bis zum Gewölbe auf der Rückseite.

„Wir wollten auch das Wasser vom Gemäuer fernhalten“, so Jansen. Aus dem Grund wurden unter der Tragschicht Schutzfolien eingearbeitet. „Das hat die Bodendenkmalbehörde genehmigt.“ Die Kirche sei ein „Kleinod“, man müsse alles tun, sie zu erhalten. Die Resonanz der ersten Rundwanderer war positiv. „Die Möglichkeit, einmal um die Kirche zu flanieren, ist eine Bereicherung. Es ist schön geworden“, zeigte sich Pfarrerin Ulrike Dahlhaus zufrieden. „Ich bin mir sicher, dass es noch schöner wird, wenn auch die anderen Dinge fertig sind.“

Es gebe den langfristigen Plan, den historischen Graben um die Kirche herum ein sichtbar zu machen, wie es mal war“, ergänzte Jansen. Rasen soll die Brennnesseln neben dem Weg ersetzen. Der Mutterboden vor der Kirche soll erneuert und bepflanzt werden. Angela und Angnes Sanders rechnen mit mehr Besuchern. „Das ist attraktiv für Brautpaare und als Rastplatz für Radfahrer“, meinte die Anwohnerin. „Die könnten in der Kirche zur Ruhe kommen. Das ist ja nie verkehrt – gerade in Corona-Zeiten.“ Presbyterin Karola Loffeld, Presbyterin freut sich aufs begrünte Umfeld. „Es ist netter, an schönem Ort zu heiraten, wenn’s gepflegt aussieht.“ Die Förderer möchten am Parkplatz noch Bänke und eine Sitzgruppe aufstellen und wären für Sponsoring dankbar.