Xanten: Das Dorf Ginderich feiert seinen Familienzug

Xanten: Das Dorf Ginderich feiert seinen Familienzug

Friedliche, beschauliche Familienatmosphäre und beste Karnevalsstimmung: So hat das Dorf Ginderich seinen Bollerwagenzug gefeiert. Bei prächtigem Wetter standen ab 11.11 Uhr rund 600 Narren am Rand, 150 zogen im Zug mit. Alle gemeinsam feierten sie einen Karneval, der nicht auf das große Spektakel setzt, sondern auf dörflichen Zusammenhalt. Das zog auch einige Besucher von auswärts an.

Mit einer Irritation hatte der Zug begonnen, denn um 11.07 Uhr fuhr der Schlusswagen eine erste kleine Runde durchs Dorf. "Danke, bis zum nächsten Mal", stand auf dem Plakat. War es das schon? Dabei war es nur eine Testrunde. Das wahre Narrenvergnügen begann dann wenige Minuten später.

Angeführt von Polizeihauptkommissar Andreas Piechaczek im Polizeiauto drehte der Zug seine Runde durch das Dorf. Den Startpunkt bildete die Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt. Angeführt wurde der Zug wie immer vom - bis auf den Besenwagen - einzigen motorisierten Fahrzeug des Gindericher Zuges: einem Trecker-Oldtimer der Marke Eicher. Blickfang war diesmal besonders die Gruppe "Die Gindericher Ballon(Wall)-Fahrer".

Sie hatte sich Kisten um den Bauch geschnallt, über ihrem Kopf dicke Luftballons. Sie schmückten den Zug in besonderer Weise. Eine weitere Gruppe ging im Olaf-und-Elsa-Kostüm. Gindericher Nachbarn und Freunde hatten sich als Popcorn-Packung verkleidet. Acht Gruppen hatten sich insgesamt angemeldet, berichtete Präsident Ralf "Charlie" Dahmen.

Seit einigen Jahren schon bieten am Straßenrand die Motorradfreunde Verpflegung für das Narrenvolk. Das Motto der Truppe: "Ob Regen, Sturm oder Land unter, Motorradfreunde bleiben munter."

(sep)