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Corona-Virus: Gruppe aus Xanten muss Reise nach Israel absagen

Neue Einreisebestimmungen in Israel : Xantener müssen Palästina-Reise wegen Corona-Virus absagen

Xantener wollten die Partnerstadt Beit Sahour besuchen. Aber aus Sorge vor dem Corona-Virus verschärft Israel die Einreisebedingungen.

Der Xantener Städtepartnerschaftsverein hat am Mittwochabend eine für Freitag geplante Reise nach Palästina kurzfristig absagen müssen. Damit reagierte er auf Israels neue Einreisebestimmungen für Touristen aus Deutschland, die das Land aus Sorge vor einer Ausbreitung des Corona-Virus erlassen hat. „Reise gecancelt“, teilte Rainer Groß mit, der die Fahrt organisiert hatte.

Eine Xantener Reisegruppe hatte am frühen Freitagmorgen nach Palästina fliegen wollen, um dort bis Donnerstag zu bleiben. Der Besuch von Sehenswürdigkeiten und ein Treffen mit Vertretern von Xantens Partnerstadt Beit Sahour (Palästina) standen auf dem Programm. „Alles war vorbereitet, gebucht und geregelt“, erklärte Groß.

Am Mittwochnachmittag europäischer Zeit hatte Israel aber neue Einreisebestimmungen für Reisende aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich und Spanien veröffentlicht. Demnach dürfen Touristen aus diesen Ländern nicht einreisen, außer wenn sie glaubhaft nachweisen können, dass sie eine häusliche Quarantäne einhalten können. Diese Information erhielt auch Groß. Demnach hätten er und die anderen Teilnehmer nur nach Israel reisen dürfen, wenn sie vor Ort für 14 Tage einen Platz gehabt hätten, an dem sie in häuslicher Quarantäne geblieben wären. Die Reise selbst sollte aber nur sieben Tage dauern.

Er habe direkt am Mittwochabend mit dem Auswärtigen Amt, der Fluggesellschaft, dem Hotel und der Mietwagenfirma telefoniert, um alles zu klären und die Buchungen zu stornieren, erklärte Groß: „1,5 Stunden telefoniert, gestritten und sich geärgert.“ Hotel und Mietwagenfirma hätten zugesagt, dass sie das bereits überwiesene Geld zurückzahlen. Mit der Fluggesellschaft verhandle er noch. Die Reise sollte pro Person 860 Euro kosten. Die Teilnehmer würden einen Großteil zurückbekommen. Ob die im April geplante Rundreise stattfinden könne, lasse sich noch nicht sagen. Er warte die Entwicklungen ab, so Groß.

(wer)