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Corona-Regeln im Kreis Wesel: Das ändert sich am MOntag

Kreis Wesel erlässt Verfügung : Diese Corona-Regeln ändern sich am Montag

In Alpen, Rheinberg, Sonsbeck, Xanten und den anderen Kommunen im Kreis Wesel werden die Corona-Regeln wieder verschärft, weil die Inzidenz seit mehreren Tagen über 100 liegt. Aber mit einem aktuellen negativen Testergebnis bleibt vieles weiter möglich. Ein Überblick.

Der Kreis Wesel nutzt die neu geschaffene Test-Option, die das Land NRW mit der aktuellen Corona-Schutzverordnung eingeführt hat. „Damit kann unter anderem der Einzelhandel weiterhin für negativ getestete Personen geöffnet bleiben“, erklärte der Kreis Wesel am Sonntag. Zwar werden die Regeln wieder verschärft. Aber viele Einschränkungen gelten nicht, wenn der Kunde, Gast oder Besucher einen aktuellen negativen Corona-Test vorgelegen kann, der nicht älter als 24 Stunden ist. Das geht aus einer neuen Allgemeinverfügung hervor, die der Kreis Wesel am Sonntag zusätzlich zur NRW-Corona-Schutzverprdnung veröffentlichte und die am Montag, 29. März, in Kraft tritt. Mit dem NRW-Gesundheitsministerium hat er sich abgestimmt. Demnach gelten dann folgende Regeln:

  • Baumärkte, Textilgeschäfte, Buchhandlungen und andere Geschäfte, die keine Waren des täglichen Bedarfs anbieten: Um in ihnen mit Termin einzukaufen, (Terminshopping, Click & Meet), muss der Kunde einen tagesaktuellen negativen Corona-Schnelltest vorlegen. Sonst darf er die bestellte Ware nur am Eingang abholen (Click & Collect).
  • Supermärkte: Die neuen Regeln gelten nicht für Geschäfte, die Waren des täglichen Bedarfs verkaufen. Also Lebensmittelmärkte, Wochenmärkte, Apotheken, Tankstellen und andere Verkaufsstellen können weiter betreten werden, auch ohne einen aktuellen negativen Corona-Test, es gelten aber die bisher geltenden Einschränkungen wie Mundschutz und maximale Anzahl von Kunden.
    • Ein Mann hält einen Schnelltest in
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    • Corona-Test (Symbolbild).
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  • Zoos, Bibliotheken, Museen: Auch für sie gilt, dass Besucher ab Montag einen tagesaktuellen Corona-Schnelltest vorlegen müssen.
  • Handwerksleistungen: In der Allgemeinverfügung bestimmt der Kreis Wesel, dass auch Dienstleistungen und Handwerksleistungen, bei denen ein Mindestabstand von 1,5 Metern zum Kunden nicht eingehalten werden kann, weiter zulässig bleiben, wenn der Kunde einen tagesaktuellen Corona-Schnelltest vorlegt und wenn die Hygienevorgaben eingehalten werden.
  • Autofahrt: Wenn Personen aus unterschiedlichen Haushalten gemeinsam in einem Auto fahren, besteht für alle die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske – diese Pflicht gilt auch für die Fahrerin oder den Fahrer. Medizinische Masken im Sinne der Corona-Schutzverordnung sind OP-Masken, Masken des Standards FFP2 und eines höheren Standards sowie vergleichbare Masken (insbesondere KN95/N95).
  • Kontaktbeschränkungen: Im öffentlichen Raum sind nur Treffen mit höchstens einer Person aus einem anderen Hausstand erlaubt. Kinder bis zu einem Alter von einschließlich 14 Jahren werden dabei nicht mitgezählt. Paare gelten als ein Hausstand (unabhängig von den Wohnverhältnissen). Eine Ausnahme gilt an den Ostertagen: Zwischen dem 1. April und dem 5. April dürfen sich zwei Hausstände mit insgesamt maximal fünf Personen treffen (Kinder unter 14 Jahren werden nicht mitgezählt).

Diese Regelungen waren erwartet worden. Die Stadt Xanten hatte die Bevölkerung schon am Samstag darauf vorbereitet. Die Voraussetzung dafür, dass unter anderem der Einzelhandel weiterhin für negativ getestete Personen geöffnet bleiben darf, steht ganz am Anfang der Allgemeinverfügung: „Es wird festgestellt, dass es im Bereich des Kreises Wesel ein ausreichendes flächendeckendes und ortsnahes Angebot an kostenloser Bürgertestungen gibt.“ Weiter unten heißt es weiter: „Der Kreis Wesel und seine Städte und Gemeinden haben unter Einbindung zahlreicher Akteure (Hilfsorganisationen, Apotheken, Ärzteschaft, lokale Unternehmen etc.) in kürzester Zeit eine flächendeckende Testinfrastruktur mit inzwischen über 150 Teststellen in allen Städten und Gemeinden des Kreises eingerichtet.“ Weitere Teststellen „mit hohen Testkapazitäten“ kämen in den nächsten Tagen hinzu. Eine Übersicht über Teststellen in Alpen, Rheinberg, Sonsbeck und Xanten finden Sie hier.

Hintergrund der Allgemeinverfügung ist das Infektionsgeschehen im Kreis Wesel. In den vergangenen Tagen sind so viele neue Corona-Fälle dazugekommen, dass die Sieben-Tage-Inzidenz seit Mittwoch über 100 liegt. Das Land NRW hatte deshalb am Freitag für den Kreis Wesel die Corona-Notbremse angeordnet, genauso wie für 30 andere Kreise und kreisfreie Städte. Gleichzeitig bot das NRW-Gesundheitsministerium die Test-Option an, damit zahlreiche Angebote weiter genutzt werden können, wenn ein aktueller negativer Corona-Test vorgelegt werden kann. Unter diesen Voraussetzungen werde eine Nutzung dieser Angebote für verantwortbar gehalten, außerdem werde die Inanspruchnahme der Schnelltests durch die Bevölkerung gefördert, schreibt der Kreis Wesel in seiner Allgemeinverfügung.

(wer)