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Corona-Pandemie: Xanten schränkt Zugang zum Rathaus wieder ein

Corona-Pandemie : Xanten schränkt Zugang zum Rathaus wieder ein

Die Corona-Fallzahlen steigen. Der Kreis Wesel hat eine wichtige Warnstufe überschritten. Die Stadt Xanten setzt ihr Personal deshalb verstärkt für die Überwachung der Corona-Regeln ein. Deshalb müsse das Serviceangebot des Rathauses eingeschränkt werden, erklärt die Verwaltung.

Wegen der steigenden Corona-Zahlen schränkt die Stadt Xanten den Zugang zum Rathaus wieder ein. Von Montag an können Bürger das Gebäude nur noch betreten, wenn sie vorher einen Termin mit dem für das Anliegen zuständigen Mitarbeiter vereinbart haben. „Das gilt auch für das Bürgerservicebüro“, teilte die Stadtverwaltung mit. „Ein spontaner Besuch ohne Anmeldung ist bis auf Weiteres nicht möglich.“

Im Mitarbeiterverzeichnis auf der Internetseite der Stadt finden Bürger den zuständigen Ansprechpartner für ihr Anliegen. Dort stehen auch die Kontaktdaten für eine Terminvereinbarung. Alle Besucher im Rathaus würden in eine Liste eingetragen, um eventuelle Infektionsketten nachverfolgen zu können, erklärte die Verwaltung weiter. Die Daten würden ausschließlich zu diesem Zweck erhoben und vier Wochen nach dem Termin im Rathaus wieder gelöscht.

In den vergangenen Tagen sind im Kreis Wesel so viele Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden, dass die Sieben-Tage-Inzidenz den Wert von 35 überschritten hat – diese Zahl gilt als Warnstufe. „Dieses beunruhigende Infektionsgeschehen und die Ausbreitungsdynamik machen es leider notwendig, das Serviceangebot im Rathaus wieder einzuschränken, um das vorhandene Personal verstärkt für die Überwachung der Regelungen nach der Corona-Schutzverordnung einsetzen zu können“, so die Verwaltung. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt an, wie viele Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tage bezogen auf 100.000 Einwohner gezählt wurden. Am Freitag meldete das Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LZG) einen Wert von 43,3 für den Kreis Wesel.

Die Stadt Xanten hatte zuletzt angekündigt, dass sie die Corona-Regeln wieder stärker kontrollieren will. „Wir werden vermehrt ein Auge darauf werfen, weil wir einen zweiten Lockdown vermeiden wollen“, so Noah Decker, Leiter des Fachbereichs Bürgerservice, Sicherheit und Ordnung. Dabei solle die Abteilung von anderen Mitarbeitern der Verwaltung unterstützt werden, sagte Bürgermeister Thomas Görtz. Die Kontrolle der Corona-Regeln habe im Moment Priorität, aber diese Aufgabe „kann nicht allein am Ordnungsamt hängen bleiben“.