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Corona-Pandemie - Appell der Friseure: "Unterstützt uns"

Corona-Pandemie : „Unterstützt die Friseure“

Die Friseursalons müssen geschlossen bleiben. Die Branche befürchtet nun, dass die Schwarzarbeit zunimmt. Obermeister Neske richtet deshalb einen Appell an die Kunden.

Die Innung der Friseure im Kreis Wesel richtet einen Appell an die Kunden: „Unterstützt die Friseure“, sagte Obermeister Klaus Peter Neske. Es sei eine schwierige Zeit für die Branche. Wegen der Corona-Pandemie müssten die Salons geschlossen bleiben. Die Friseure dürften auch keine Hausbesuche mehr machen. Die Einnahmen würden wegbrechen. Gleichzeitig befürchte er, dass die Schwarzarbeit davon profitieren werde und die Friseure ihre Kunden an die illegale Konkurrenz verlieren könnten. Die Friseure seien aber weiter für die Kunden da, auch wenn die Salons geschlossen blieben, versicherte Neske. Die Friseure seien telefonisch oder per E-Mail zu erreichen und könnten über diesen Weg die Menschen beraten, wie die Haare nun gepflegt werden könnten. Sie könnten auch die passenden Produkte nach Hause liefern.

Um die Corona-Pandemie einzudämmen, müssen seit Montag auch Friseursalons geschlossen bleiben. Laut der „Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus“ für NRW sind „Dienstleistungen und Handwerksleistungen, bei denen ein Mindestabstand von 1,5 Metern zum Kunden nicht eingehalten werden kann (insbesondere von Friseuren, Nagelstudios, Tätowierer, Massagesalons) untersagt“.

Die Maßnahme seien richtig, sagte Neske. Aber sie habe wirtschaftliche Folgen für die Branche. Die Einnahmen seien weggefallen, während die Ausgaben blieben. Seine Mitarbeiter erhielten von ihm weiter ihren Lohn. „Damit sie abgesichert sind.“ Das Kurzarbeitergeld sei beantragt. Er müsse an seine Rücklagen herangehen. Anderen Betrieben drohe die Insolvenz. Er übe seinen Beruf schon seit fast 50 Jahren aus, aber eine solche Situation habe er noch nicht erlebt. Trotzdem schaue er optimistisch nach vorn. „Wir kommen aus dieser Krise auch wieder heraus.“