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Corona im Kreis Wesel: 7-Tage-Inzidenz fünf Werktage unter 50

Corona-Pandemie im Kreis Wesel : Inzidenz bleibt unter 50 – weitere Lockerungen kommen

Im Kreis Wesel ist die Sieben-Tage-Inzidenz auch am Mittwoch unter dem Schwellenwert von 50 geblieben. Damit ist eine Voraussetzung dafür erfüllt, dass die Corona-Regeln weiter gelockert werden, wie das NRW-Gesundheitsministerium bestätigte.

Wie aus den Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht, ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Wesel weiter gesunken: von 42,4 am Dienstag auf 32,2 am Mittwoch (26. Mai 2021). Dadurch ist eine weitere Lockerung der Corona-Regeln im Kreis Wesel möglich, wie das NRW-Gesundheitsministerium in einer Allgemeinverfügung am Mittwoch feststellte. Die Lockerungen treten demnach am übernächsten Tag in Kraft, also am Freitag (28. Mai 2021).

Die Corona-Schutzverordnung für NRW sieht Erleichterungen vor, falls ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unter dem Schwellenwert von 50 bleibt. Zum Beispiel darf die Gastronomie dann auch ihren Innenbereich für Gäste öffnen. Es sind wieder Treffen von bis zu zehn Personen aus drei Haushalten erlaubt. Für Sport im Freien gibt es keine Personenbeschränkung. Und im Einzelhandel ist Shopping ohne Corona-Test möglich.

Im Kreis Wesel liegt die Sieben-Tage-Inzidenz seit dem vergangenen Donnerstag unter dem Schwellenwert von 50. Am Mittwoch ist sie damit am fünften Werktag in Folge unter dieser Marke geblieben. Maßgeblich ist der Wert, den das RKI täglich veröffentlicht. Sonn- und Feiertage unterbrechen die Zählung nicht, wie das Land NRW erklärt.

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Folgende Übersicht zeigt, wie sich die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Wesel in den vergangenen eineinhalb Wochen entwickelt hat. Basis für diese Liste sind die Zahlen des RKI.

  • Mittwoch, 26. Mai 2021: Sieben-Tage-Inzidenz von 32,2 /5. Werktag unter 50)
  • Dienstag, 25. Mai 2021: Sieben-Tage-Inzidenz von 42,4 (4. Werktag unter 50)
  • Montag, 24. Mai 2021: Sieben-Tage-Inzidenz von 45,7 (Feiertag, wird nicht mitgezählt)
  • Sonntag, 23. Mai 2021: Sieben-Tage-Inzidenz von 48 (Sonntag, wird nicht mitgezählt).
  • Samstag, 22. Mai 2021: Sieben-Tage-Inzidenz von 45,2 (3. Werktag unter 50)
  • Freitag, 21. Mai 2021: Sieben-Tage-Inzidenz von 49,4 (2. Werktag unter 50)
  • Donnerstag, 20. Mai 2021: Sieben-Tage-Inzidenz von 47,2 (1. Werktag unter 50)
  • Mittwoch, 19. Mai 2021: Sieben-Tage-Inzidenz von 53,5
  • Dienstag, 18. Mai 2021: Sieben-Tage-Inzidenz von 60,7
  • Montag, 17. Mai 2021: Sieben-Tage-Inzidenz von 68,5

Auch der Kreis Wesel meldet regelmäßig aktuelle Zahlen zur Entwicklung der Pandemie. Aber er veröffentlicht seine Daten in der Regel mittags, das RKI dagegen nachts. Daher gibt es immer wieder leichte Unterschiede zwischen ihren Daten. Auch das Landeszentrum Gesundheit NRW (LZG) veröffentlicht täglich Zahlen. Es aktualisiert seine Daten ebenfalls in der Nacht, genauso wie das RKI. Auch nach Angaben des LZG lag die Inzidenz am Mittwoch im Kreis Wesel bei 32,2.

Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt an, wie viele neue Infektionen bezogen auf 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage gemeldet wurden. Der Wert bildet damit besser die Entwicklung der Pandemie in einer Region ab als die tägliche Zahl an neuen Infektionen, die sehr stark schwanken kann. Die Inzidenz wird deshalb als Richtwert für die Frage genommen, ob die Corona-Vorschriften verschärft oder gelockert werden. Näheres ist in der Corona-Schutzverordnung für NRW geregelt.

Im Kreis Wesel wurden in den vergangenen sieben Tagen insgesamt 148 neue Infektionen gemeldet, wie das RKI am Mittwoch in seiner Übersicht erklärt. Umgerechnet auf 100.000 Einwohner, wurden damit in den vergangenen sieben Tagen im Kreis Wesel 32,2 neue Infektionen pro 100.000 Einwohner nachgewiesen (= Sieben-Tage-Inzidenz). Durch die Umrechnung ist die Zahl der neuen Infektionen mit den Zahlen in anderen Regionen vergleichbar. Im Kreis Wesel leben rund 459.000 Menschen.

Damit die Corona-Regeln in einer Region nicht alle paar Tage geändert werden, muss die Sieben-Tage-Inzidenz erst an fünf aufeinander folgenden Werktagen einen bestimmten Schwellenwert unterschreiten, damit Lockerungen möglich sind – dann kann von einem stabilen Trend ausgegangen werden. Umgekehrt werden die Regeln aber schneller wieder verschärft, um auf steigende Infektionszahlen umgehend zu reagieren – und zwar sobald die Inzidenz an nur drei aufeinander folgenden Tagen einen bestimmten Schwellenwert überschreitet.

(wer)